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The Old Man and the Sea | Short

Frieda | 09. August 2016

„A man can be destroyed but not defeated“

Ein alter Mann kämpft gegen einen gigantischen Speerfisch – und damit auch gegen die eigenen körperlichen und geistigen Grenzen. Ernest Hemingways Novelle aus dem Jahr 1952 zählt wohl zu seinen bekanntesten Werken. Die Geschichte wurde mehrfach verfilmt und sogar als Theaterstück adaptiert. Zu Hemingways 100. Geburtstag im Jahr 1999 veröffentlichte der russische Animationskünstler Aleksandr Petrov einen einzigartigen Kurzfilm, der bis heute seinesgleichen sucht.

Außergewöhnliche Technik

Petrov erzählt darin die bekannte Geschichte des alten Fischers Santiago, der nach einer langen Unglückssträhne aufs Meer hinausfährt und dort den Fang seines Lebens macht. Das Besondere: Alle 29.000 Bilder des Films wurden in mühevoller Kleinstarbeit von Petrov selbst gemalt, abfotografiert und animiert. Jeder Frame ein Kunstwerk, gemalt mit den Fingern in Ölfarbe auf Glas. Ganze zweieinhalb Jahre dauerte die Arbeit an dem ambitionierten Projekt – 20 Minuten Film waren das Ergebnis.

Kurzfilm gewann Oscar

Im Jahr 2000 gewann „The Old Man and the Sea“ vollkommen zu Recht einen Oscar als „Bester animierter Kurzfilm“ und obwohl der Film mittlerweile 17 Jahre alt ist, hat er nichts an seiner traumhaften Schönheit verloren. Die außergewöhnliche Animationstechnik, die liebevoll gezeichneten Charaktere und nicht zuletzt die tolle Musik machen den Kurzfilm auch heute noch zu einem ganz besonderen visuellen Erlebnis.

Kategorien: Kultur, Kurzfilm