7 min

Speechless – preisgekrönter Kurzfilm

Ronas | 22. Dezember 2017

In Speechless streift ein kleiner Junge allein durch einen Spielzeugladen und redet dabei kein Wort – selbst auf direkte Ansprache antwortet er nicht. Eine verantwortliche Person scheint nirgends zu sein. Schließlich nimmt sich eine Mutter des Jungen an, spielt mit ihm und versucht, etwas über ihn herauszufinden. Die wortlose Geschichte, die der Junge daraufhin zu erzählen weiß, haut vom Hocker, berührt und macht nachdenklich.

Speechless: Der Name ist Programm

Geschichten über Geflüchtete wurden in den letzten Jahren gerade im Fernsehen oft erzählt. So emotional und tiefgreifend und in so kurzer Zeit allerdings vermutlich noch nicht. Knapp sieben Minuten und kaum ein gesprochenes Wort braucht der Kurzfilm, um die tragische Geschichte eines syrischen Flüchtlingskindes emotional und herzergreifend zu vermitteln. Dabei ist die gesprochene Sprache bewusst nicht deutsch – so kann man die Perspektive des Kindes einnehmen, für das all die Worte nicht verständlich sind.

Und noch etwas: Die schauspielerische Performance des kleinen Jungen und der Mutter (Heike Makatsch) sind hervorragend. Seine vielen Preise hat Robin Polaks Film jedenfalls zurecht gewonnen.

Eine oscarnominierte Kurzdoku zum gleichen Thema findet ihr hier auf Mediasteak.

 

Einen ganzen Film mit Heike Makatsch in der Hauptrolle, könnt ihr hier streamen:

Bild: Screenshot – BR

 

Verfügbar bis: 06. Januar 2018
Kategorien: Kurzfilm