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Leiden schafft | EinsFestival

Frieda | 22. August 2016

Geboren in amerikanischen Ghettos, sind Rap, Breakdance, Beatboxing und Co. spätestens seit „Beat Street“ auch ein fester Bestandteil der deutschen Musikszene. Hip-Hop ist eines der vielschichtigsten Musik-Genres. Trotzdem machen in den Medien vor allem aggressive „Gangster-Rapper“ von sich reden, die Szene hat einen eher schlechten Ruf.

Hip-Hop als Lebensgefühl

Die Dokumentation LeidenSchafft von Mirza Odabaşi zeigt, dass Rap viel mehr ist, als nur der Austausch von Beleidigungen. Denn besonders für junge Menschen mit Migrationshintergrund stellt Hip-Hop ein Lebensgefühl dar. Sie begegnen Fremdenfeindlichkeit und Diskriminierung mit selbstgeschriebenen Texten und Beats und identifizieren sich mit den Lebensgeschichten ihrer Idole. So wird Rap zu einem Ventil für Emotionen, einem Ausdruck von Identität.

Filmemacher Mirza Odabaşi spricht dazu auch mit zahlreichen bekannten Größen aus der deutschen Hip-Hop-Szene. Unter anderem kommen Chefket, Celo & Abdi, Marteria und Eko Fresh zu Wort. In der Doku erzählen sie von ihren ganz persönlichen Erfahrungen in der Szene und woher sie die Inspiration für ihre Musik nehmen.

LeidenSchafft ist eine wirklich großartige Dokumentation über die Hip-Hop-Kultur in Deutschland.

Bild: Screenshot

Verfügbar bis: 17. August 2017
Kategorien: Kultur