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Mud – Spielfilm über Männer, Liebe und dunkle Geheimnisse

Paul | 05. September 2017

„Er ist nicht gefährlich.“ –
„Klingt als sieht ein Haufen Cops das anders.“

Auf einer kleinen Insel stromabwärts am Mississippi River soll die Flut ein fast vollständig intaktes Boot hoch oben in eine Baumkrone getragen haben. Man müsste es nur irgendwie darunter kriegen, denken sich die beiden Jugendlichen Ellis und Neckbone. Dann merken sie jedoch, dass sie nicht die Einzigen sind, die das Schiff erbeuten wollen…

Er nennt sich Mud und ist zunächst etwas angsteinflößend, schlägt dann aber einen Deal vor: Die Jungs besorgen ihm Essen, im Gegenzug bekämen sie dann das Schiffchen. Warum er die Insel nicht selbst verlassen kann, um Essen zu kaufen, verrät er nicht. Bald erfährt Ellis jedoch den Grund: Mud soll einen Mord begangen haben. Damit werden die beiden Jungs in eine Sache hineingezogen, die für Mud, aber auch für die beiden sehr gefährlich werden kann.

McConaughey liefert ordentlich ab

Während der heute so gefeierte Darsteller Matthew McConaughey vorher vor allem in Filmen spielte, die wohl monetär recht lohnend waren, ihn aber als Künstler kaum voranbrachten (Surfer Dude, Der Womanizer), ist Mud Teil einer Reihe von Filmen (Der Mandant, Paperboy…), in denen er sein Talent erst wirklich zur Schau stellen konnte. Aber auch die Jungschauspieler Tye Sheridan und Jacob Lofland überzeugen durchweg, und lassen eine wahrhafte Stand By Me-Stimmung aufkommen.

Ein Film über Männer

Wenn Kritiker beklagen, Frauen würden eindimensional oder negativ dargestellt, dann missverstehen sie, dass die Beziehungen zwischen Mann und Frau in Mud aus Sicht der Südstaaten-Männer erzählt werden. Und diese Männersicht ist geprägt von Traditionsverliebtheit, Stärke und einem Ehrgefühl, das ihnen nicht selten im Weg steht. Dazu kommt: Die Zeiten ändern sich. Und diese Männer kommen im Gegensatz zu den Frauen damit nicht so gut klar. Das machen sie ihnen in manchen Szenen zum Vorwurf. Letztendlich wissen sie jedoch, dass auch sie sich anpassen müssen.

Zudem ist der Prototyp des ehrbaren Mannes in Mud der 14-jährige Ellis. Er ist es auch, der den ruhigen und unpathetischen Helden spielt, der Frauen sehr respektvoll behandelt und sie romantisch verehrt – und sich schließlich trotzdem dem unausweichlichen Wandel beugt.

Mud: Spannendes Südstaaten-Drama

Regisseur Jeff Nichols ist damit ein überzeugendes Südstaaten-Drama gelungen. Zwar hätte die Exposition etwas knackiger ausfallen können, hält man die ersten 30 Minuten aber durch, wird man bald unausweichlich in den Sog dieser spannenden und oftmals überraschenden Geschichte gezogen.

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Bild: Ascot Elite Home Entertainment

Verfügbar bis: 07. September 2017
Kategorien: Film & Serie