Unsere Generation What grübelt ja gerne: Wie will ich arbeiten? Will ich überhaupt arbeiten? Wie soll mein Partner sein? Will ich überhaupt einen Partner? Der SWR hat daraus nun eine Doku-Reihe gemacht. Vier Episoden lang werden Antworten darauf gesucht, was die „Generation What“ – das sind wir, die 18- bis 34-Jährigen – eigentlich antreibt.
Jeder der vier Kurzfilme widmet sich dabei einem anderen Thema: Sex und Liebe, Erwachsen werden, Arbeit, Freunde und Feiern – erzählt anhand von jungen Menschen aus ganz Europa. Und deren Geschichte beginnt da, wo sich das Leben der „Generation What“ eben abgespielt: auf Facebook.
Dabei wird sich durch die eigene Chronik gescrollt, geklickt und kommentiert: Angelina (18) aus Deutschland hat das Bild von sich und ihrem irakischen Freund als Profilhintergrund gewählt. Francisco (20) aus Portugal zeigt Fotos seiner vielen One-Night-Stands. Claudine (30) aus Luxemburg beschreibt ihre Arbeit mit obdachlosen Jugendlichen. Und Pavel (32) aus Polen seine selbstgebauten Bio-Häusern aus Strohballen.
Insgesamt erzählen zwölf Protagonisten von ihren Lebensentwürfen. So zeigt die „Generation What“ den Luxus, aber auch das Problem von Jugendlichen in westlichen Demokratien: die Auswahl. Was soll ich tun, bei all den Möglichkeiten?
‚Generation What‘ als Vorgeschmack auf Jugendsender
Diese Frage dürften sich auch gerade die öffentlich-rechtlichen Sender bei der Planung ihres Jugendkanals stellen. ‚Generation What‘ ist ein erster Vorgeschmack. Ein gelungener. Beweist der SWR doch, dass sich diese Generation nicht nur auf Snapchat und Justin Biber reduzieren lässt. Ganz ohne Off-Kommentar, ohne Einordnung von Außen kommen Jugendliche hier selbst zu Wort.
Dabei basiert die Doku auf einer seit April laufenden Studie. Tausende 18- bis 34-Jährige aus ganz Europa haben 160 Fragen zu ihren Wünschen, Erfahrungen und Vorstellungen beantwortet. Die Ergebnisse sind teils überraschend: So können sich 52 % der Befragten kein Leben ohne Internet vorstellen, dafür aber ohne Kinder, TV und Gott.
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Hier könnt ihr die Studie lesen.
Bild: obs/ZDF/ZDF/Yami2
