Das Arte Magazin Square bespricht zeitgenössische Themen, die beschäftigen und bewegen. In der Folge Feminismus: Die dritte Generation? geben die Frauenrechtlerinnen Mélanie Gourarier und Marta Coratoeinen einen Überblick über die bisherigen Errungenschaften der Frauenbewegung. Welchen Herausforderungen muss sich der Feminismus derzeit stellen? Und welche Rolle spielen Rihanna, Beyoncé und Co. dabei?
Donald Trump: „Grab them by the pussy“
In welch einer schönen Welt würden wir leben, wenn die Proteste der mutigen Frauen der 70er wirkungsvoller gewesen wären? So wirkungsvoll, dass Feminismus heute kein Thema mehr wäre? Niemand würde das Wort „Gender Pay Gap“ kennen und es bräuchte keinen Women’s March. Die Seduction Community, bestehend aus Männern, die sich von der Frau bedroht fühlen, wäre nie gegründet worden. Stattdessen behandelt der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika Frauen als Sexobjekt und in Italien verweigern manche Ärzte Schwangeren die Abtreibung. Nicht zu schweigen von der religiös begründeten massiven Unterdrückung vieler Frauen weltweit.
Das große Ziel nicht aus den Augen verlieren
Deshalb ist es für die beiden Frauenrechtlerinnen so wichtig, den Kampf für die Rechte der Frauen als Gemeinschaft zu führen. Denn Ausgrenzung oder Kategorisierung der Feministinnen unter sich sei fehl am Platz. Darüber hinaus darf das große Ziel nicht aus den Augen verloren werden: Die Bekämpfung von Frauenfeindlichkeit, Benachteiligung und Sexismus im Alltag.
„All the single ladies. Now Put your hands up.“
Auch Stars wie Rihanna und Beyoncé
sehen sich als Feministinnen – was stark diskutiert wird. Mélanie Gourarier bezeichnet Beyoncé hingegen als Revolutionärin des Feminismus‘. Die Sängerin spiele mit den traditionellen Regeln der Feminität und breche diese auf, um eine Machtergreifung zu untermauern.
Doch wäre es nicht schön, wenn wir nicht mehr die Macht oder Ohnmacht zwischen den Geschlechtern verhandeln müssten? Leider steht uns bis dahin noch viel Arbeit bevor.
Bild: Screenshot
