< In "Jakob der Lügner" hält Jakob mit erfundenen Nachrichten vom Vorrücken der Roten Armee den Lebenswillen der Bewohner des Ghettos aufrecht.

Jakob der Lügner | arte

Laura | 28. Mai 2016

Ein polnisches Ghetto, 1944: Der inhaftierte Jude Jakob (gespielt von Vlastimil Brodský) wird auf das Revier der Gestapo gerufen. Dort hört er zufällig im Radio, dass die rote Armee auf dem Vormarsch ist. Jakob erzählt die guten Neuigkeiten seinem Freund, der ihm nicht glauben will. Daraufhin behauptet Jakob, er besäße heimlich ein Radio.

Die Nachricht von einer baldigen Befreiung verbreitet sich wie ein Lauffeuer im Ghetto. Als Jakob merkt, dass der Lebenswille der Menschen zurückkehrt, kann er nicht anders als weiter zu lügen. Tag für Tag kommen die Russen in seinen erfundenen Geschichten näher. Als die Menschen kurz vor der Deportation stehen, klammern sie sich weiter an Jakobs Lügen.

Die Romanverfilmung „Jakob der Lügner“ ist die einzige DEFA-Produktion, die für den Oscar in der Kategorie „Bester fremdsprachiger Film“ nominiert wurde. Der Film von Frank Beyer ist ein herausragendes Drama vor allem durch die schauspielerische Leistung von Vlastimil Brodský.

Bild: © DEFA-Stiftung/Herbert Kroiss

Verfügbar bis: 22. August 2016
Kategorien: Film & Serie