Pullach – ein geheimnisumwitterter Ort südlich von München. Bis heute hat der Bundesnachrichtendienst hier einen Hochsicherheits-Sitz. Nahezu niemand darf auf das Gelände, welches eine äußerst geschichtsträchtige Vergangenheit birgt. Doch die Reporter Philipp Grüll und Matthias Sebening erhielten eine Drehgenehmigung. So können wir in der Doku sehr viel über diesen spannenden Ort erfahren.
Pullach – Ort mit großer Geschichte
Anfang der 1930er-Jahre beginnt die Geschichte von Pullach. Zu der Zeit wurde hier die NS-Mustersiedlung „Sonnenwinkel“ errichtet und führende Nazis aus dem engsten Stab um Adolf Hitler zogen hierher. Es wurden Häuser und Bunker für die kinderreichen Nazi-Familien gebaut, Gärten zur Selbstversorgung angelegt und das Führerhauptquartier errichtet. Trotz mehrfachen Bomben-Alarms wurde Pullach nicht wirklich beschädigt.
So errichtete die US-Armee nach Kriegsende in Pullach eine Spionage-Abteilung ein und gründete 1947 die Zentrale des BND. Streng geheim und abgeschottet von der Außenwelt wurde von hier der Osten observiert. Auf dem Gelände lebten CIA-Agenten, es gab eine Schule, einen Kindergarten und eine Krankenstation. Und das alles ohne das Wissen der Öffentlichkeit.
Geheimnisvolle Orte: Seltene Einblicke in Pullach
Obwohl der Bundesnachrichtendienst mittlerweile nach Berlin gezogen ist, arbeiten noch heute rund 1.000 BND-Mitarbeiter in Pullach. Für den BR wurden die Tore geöffnet und wir erhalten einmalige Einblicke in diesen mysteriösen Ort. In Interviews mit BND- und CIA-Agenten und mit ehemaligen Bewohnern des Geländes, lebt die vergangenen Zeit noch einmal auf und wir erfahren viel über die Geschichte der Bundesrepublik.
Bild: © BR