Das arte-Format Durch die Nacht mit begleitet Gérard Biard, Chefredakteur der Satire-Zeitschrift Charlie Hebdo, und die ukrainische Femen-Aktivistin Inna Schewtschenko einen Abend lang in Paris. Gemeinsam reden sie mit Rabbinerin Delphine Horvilleur, den Feministinnen Elisabeth Nicoli und Michéle Idels, der Soziologin Chahla Chafiq und dem Karikaturisten Mana Neyestani über Religionskritik, Blasphemie und Feminismus. Dass die Dreharbeiten aber unter höchstem Polizeischutz stattfinden mussten, hat es in der seit 2002 laufenden Show noch nie gegeben.
Seit dem Attentat am 7. Januar 2015 auf die Redaktion von Charlie Hebdo, bei dem zwölf Menschen ermordet wurden, gilt Gérard Biard als meist gefährdeter Mann Frankreichs. Auch die 26-jährige FEMEN-Aktivistin entging, bei einer Podiumsdiskussion in Kopenhagen im vergangenen Jahr, nur knapp einem Attentat. Ihr wurde vor drei Jahren politisches Asyl in Frankreich gewährt, nachdem sie in ihrer Heimat zusammengeschlagen und verhaftet wurde.
Durch die Nacht mit… mit gesellschaftskritischen Themen
Zwei außergewöhnlich mutige Menschen, die sich in Pariser Restaurants über Religion, Gleichberechtigung und den Umgang mit Einschüchterungsversuchen austauschen. Am Ende verabschieden sich Biard und Schewtschenko voneinander, mit dem Versprechen weiterzumachen und sich von nichts und niemand einschüchtern zu lassen. Das Fazit: “Wir stecken tief in der Scheiße, aber wir machen weiter!”
Zudem strahlte arte die Sendung an einem symbolträchtigen Datum aus: Am 13. November, dem Jahrestag der Terroranschläge von Paris.
Bild: ZDF / © avanti media fiction
