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Wild – verliebt in einen Wolf

Laura | 12. März 2020

Wild handelt von Ania (grandios gespielt von Lilith Stangenberg), einer jungen Frau, die zurückgezogen in einer trostlosen Gegend in einer Plattenbausiedlung lebt. Doch ihr Leben verändert sich radikal als sie einem Wolf begegnet. Für ihren Film erhielt Regisseurin Nicolette Krebitz 2016 den Günter Rohrbach Filmpreis und den Bayerischen Filmpreis.

Eine Liebesgeschichte von animalischer Radikalität

Eines Morgens auf dem Weg zur Arbeit steht Ania auf einem Stück Brachland plötzlich einem Wolf gegenüber. Sie blickt in seine gelben Augen. Etwas verändert sich in ihrem Gesicht. Und nicht nur das – von nun an ist ihr altes Leben passé und sie versucht alles, um den Wolf wiederzufinden. Ania wird zur Jägerin.

Wild – Befreiung aus zivilisatorischen Zwängen

Anfangs scheitern noch ihre Annäherungsversuche mit teurem Steak aus der Fleischtheke oder lebenden Kaninchen. Als sie es schließlich schafft, den Wolf einzufangen, sperrt sie ihn in ihrer Wohnung ein und beginnt, mit dem wilden Tier zusammenzuleben. Doch nicht der Wolf passt sich ihrer Welt an –  es ist Ania, die verwildert…

Bald bröckeln die Grenzen zwischen Jägerin und Beute, Mensch und Tier. Überzeugend erzählt der Film von der ‘Tierwerdung’ als Befreiung aus zivilisatorischen Zwängen, wobei die Verwilderung nicht als Kontrollverlust, sondern als Emanzipationsgewinn ausbuchstabiert wird. – Filmdienst

Noch mehr Wölfe

Schaut auf Mediasteak eine Doku über einen Mann, der wirklich mit Wölfen lebte. Oder diesen preisgekrönten Klassiker mit Kevin Costner über die Freundschaft zwischen einem Offizier und einem Wolf:

Bild: © Heimatfilm

Verfügbar bis: 10. April 2020
Kategorien: Film & Serie