< This ain't California – Film über die Skater-Szene der DDR

This ain’t California – Über Skater in der DDR

Anne | 03. Oktober 2019

„Wir wollten Horizont sehen, die unendliche Weite, andere Mentalitäten, Gerüche, Geschmäcker, ganz banale Sache. Das Reisen – das darf man den Leuten nicht nehmen.“ (This ain’t California)

Durch rasant aneinander montierte 8mm-Aufnahmen sind wir mittendrin im Videoclip einer kaum bekannten Subkultur der DDR. Drei junge Skateboarder aus Magdeburg sorgten Anfang der 80er Jahre mit „Rollbrettern“ und punkigem Aussehen für Furore. Denn sie waren Teil einer subversiven Jugendbewegung – bunt, rebellisch und unangepasst.

This ain’t California ist kein Dokumentarfilm

Bei This ain’t California handelt es sich um eine Mockumentary. Das heißt es gab die Protagonisten nicht so, wie sie im Film dargestellt werden. Außerdem wurde ein Großteil des Filmmaterials nachgedreht und geschauspielert. 

Vielmehr basiert diese gelungene dokumentarische Inszenierung auf umfangreichen Recherchen und eigenen Erfahrungen der Filmemacher. Sie selbst waren Skateboarder im Osten und erzählen mit Hilfe von Zeitzeugen und (echten) Archivbildern viel über eine Lebenswirklichkeit in der DDR. Über Mütter, die von einer Westreise nicht zurückkehren, über Freundschaft und Rollenbilder. Es geht um Instrumentalisierung seitens des Staates und um jugendliche Rebellion. Über allem hallt der Ruf nach Freiheit – und das ist authentisch.  Ein sehr toller Film!.

 

Weiterer Film-Tipp über die legendären Z-Boys

Ebenso taucht diese Dokumentation mit unglaublichen Archivbildern in die Skateboarder-Szene ein. Nämlich ins Venice Beach der 70er Jahre ein, als Surfer zum ersten Mal Rollen unter ihre Bretter montierten und illegal in trockengelegten Swimming Pools boarden: Schaut die Doku Dogtown & Z-Boys hier auf Mediasteak!

Bild: farbfilm verleih / ARD

Verfügbar bis: 29. November 2019
Kategorien: Gesellschaft, Urban