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This ain’t California – Über Skater in der DDR

Anne | 29. Mai 2018

„Wir wollten Horizont sehen, die unendliche Weite, andere Mentalitäten, Gerüche, Geschmäcker, ganz banale Sache. Das Reisen – das darf man den Leuten nicht nehmen.“

Durch rasant aneinander montierte 8mm-Aufnahmen sind wir mittendrin im Videoclip einer kaum bekannten Subkultur der DDR. Drei junge Skateboarder aus Magdeburg sorgten Anfang der 80er Jahre mit „Rollbrettern“ und punkigem Aussehen für Furore. Sie waren Teil einer subversiven Jugendbewegung – bunt, rebellisch und unangepasst.

This ain’t California ist kein Dokumentarfilm

Bei This ain’t California handelt es sich um eine Mockumentary. Folglich gab es die Protagonisten nicht so, wie sie im Film dargestellt werden. Auch der Großteil des Filmmaterials wurde nachgedreht und geschauspielert.

Ferner sehen wir hier eine dokumentarische Inszenierung, die auf umfangreichen Recherchen der Filmemacher basiert. Sie selbst waren Skateboarder im Osten und erzählen mit Hilfe von Zeitzeugen und (echten) Archivbildern viel über Lebenswirklichkeiten in der DDR. Über Mütter, die von einer Westreise nicht zurückkehren, über Freundschaft und Rollenbilder. Es geht um Instrumentalisierung seitens des Staates und um jugendliche Rebellion. Über allem hallt der Ruf nach Freiheit – und das ist authentisch.  Ein sehr toller Film!.

Film-Tipp über die legendären Z-Boys

Taucht mit unglaublichen Archivbildern ins Venice Beach der 70er Jahre ein, als Skater zum ersten Mal illegal in trockengelegten Swimming Pools boarden: Schaut die Doku Dogtown & Z-Boys hier auf Mediasteak!

Bild: farbfilm verleih / ARD

Verfügbar bis: 03. Juni 2018
Kategorien: Gesellschaft, Urban