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Schrottprodukte in Facebook-Adds: Warum kaufen wir sie?

Anne | 21. September 2018

Ein Becher, der sich via App aufwärmt oder abkühlt; eine Weinflaschen-Tasche für die Fahrradstange; “Gehirnpillen”, Kabelknete und ein Senor-Wake, der dich mit Geruch weckt. Falls du dich fragst, wer solchen Mist kauft – hier kommt die Antwort: Gunnar Krupp.

Gunnars Kuriositätenkabinett

Sehr sympathisch führt uns der Reporter vor, was er sich während seiner – an Kaufsucht grenzenden – schwachen Momente so alles zulegt. Dafür nimmt uns Gunnar mit auf seinen Dachboden der Schande, wo sich ein Sammelsurium sinnloser Geräte befindet. Zum Teil sogar noch eingepackt oder völlig funktionslos. Eins ist klar: mit all dem Schrott, den sich Gunnar in seinem Leben schon gekauft hat, könnte er einen lukrativen QV 10 Kanal betreiben. Doch warum kauft er sich sowas? Und woher kommt der ganze Krempel?

Schrott von Facebook-Adds

Die Fragen stellen nicht nur wir uns, sondern auch Gunnar kommt bei genauerer Betrachtung ins Grübeln. Der Übeltäter ist schnell ausgemacht: das Internet. Denn hier werden wir tagtäglich überschwemmt von Werbung, die uns suggeriert, dass wir genau das jetzt brauchen. Vor allem auf den sozialen Medien werden Gunnar regelmäßig diese “tollen” Produkte vorgeschlagen. Im Zeichen des Journalismus schlägt Gunnar ein weiteres Mal zu. Von Detox-Fuß-Pflaster über einen Sommersprossenentferner bis hin zu – jetzt kommt’s! – einen Mini-Flammenwerfer fürs Handgelenk.

Testen, bewerten – was passiert?

Als endlich all der billige Schrott angekommen ist, geht das Testen los. Erwartungsgemäß sind die Produkte ziemlich sinnlos.  Doch Gunnars schlechte Bewertungen werden immer wieder gelöscht. Deshalb hat er also nur Gutes über die Produkte online lesen können! Der Reporter befragt einen Medienanwalt, ob solche Taktiken überhaupt legal sind und spricht mit einem Experten über unser Konsumverhalten.

 

Bild: STRG_F

Kategorien: Gesellschaft