Nackte Angst – Russische Jagd auf Schwule | ARD

Laura | 22. Januar 2015

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Die Mehrheit der russischen Bevölkerung denkt, dass Schwule und Lesben geisteskrank seien und eine Therapie zur Heilung bräuchten. Russland ist homophob. Homosexuelle haben dort keine Rechte. Sie werden von sogenannten Bürgerwehren wie Tiere gejagt, verspottet und gequält. Die abscheulichen Gewalttaten werden ins Netz gestellt, um die Identität der Opfer preiszugeben. Dennoch klären Staat und Behörden die Verbrechen nur selten auf.

Seitdem das Gesetz zur Homosexuellenpropaganda in Russland verabschiedet wurde, häufen sich die Angriffe auf Lesben und Schwule drastisch. Die Doku “Nackte Angst” begleitet eine Gruppe junger Leute, die zum Zeitvertreib Schwule jagen. Auf ihren “Safaris” locken sie ihre „Beute“ an geheime Orte und misshandeln sie . Die Taten rechtfertigen sie mit dem Schutz der Kinder, denn angeblich suchen sie nur nach Pädophilen. Dass Schwule Kinderschänder seien, ist ein absurdes, aber in Russland nicht seltenes Vorurteil. Die russisch-orthodoxe Kirche schürt nur noch weiter Hass, indem sie Homosexuelle mit Perversen und Mördern vergleicht. Den Schwulen und Lesben bleibt eigentlich nur ein Ausweg: Das Land zu verlassen, vor allem jetzt, wo die Gesetze gegen sie nur noch verschärft werden sollen.

Video abgelaufen

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