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Men & Chicken

ARTE Magazin | 27. Juni 2020

Seit seiner Rolle als Le Chiffre­ in „James Bond 007: Casino Royale“ (hier könnt ihr den Film streamen) spielt Mads Mikkelsen in Hollywood einen Bösewicht nach dem anderen. Seiner Heimat Dänemark ist der 52-Jährige dennoch treu geblieben – privat und beruflich. So lebt er nach wie vor in seiner Geburtsstadt Kopenhagen und dreht skurrile Filme wie Men & Chicken.

Der Film ist jetzt in der Mediathek online und passend dazu hat das ARTE Magazin vor einiger Zeit mit dem Schauspieler über Bewegung, Humor und Political­ Correctness im Film gesprochen.

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ARTE Magazin: Wie wichtig ist Ihnen körperliche Aktivität in einem Film?
Mads Mikkelsen: Sie ist nicht ausschlaggebend dafür, ob ich eine Rolle annehme oder nicht. Wichtig ist nur der Film selbst. Interessiert er mich? Bewegt er mich? Bringt er mich zum Lachen?

ARTE Magazin: Wie war das bei Men & Chicken?
Mads Mikkelsen: Ich habe gelacht und gelacht und gelacht, als ich das Skript gelesen habe. Der Dreh war dann auch sehr körperlich. Wie in vielen schwarzen Komödien ist es wichtig, wie sich die Charaktere bewegen und verhalten. Die fünf Brüder sind wie Kinder, gefangen in Erwachsenenkörpern.

ARTE Magazin: Sie spielen Elias, der ständig masturbiert, ein anderer muss sich dauernd übergeben und alle hauen sich mit ausgestopften Tieren den Schädel ein. Was ist die Botschaft des Films?
Mads Mikkelsen: Regisseur Anders Thomas Jensen hat einen ausgeprägten Sinn für Absurdität.­ Zugleich sind seine Filme sehr poetisch. Die Botschaft bei Men & Chicken­ lautet: Es gibt einen Platz für dich auf der Welt, egal, wer du bist. Du musst ihn nur finden.

Das Interview erschien im ARTE Magazin.

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© Rolf Konow/DCM
Verfügbar bis: 01. Juli 2020
Kategorien: Film & Serie