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Kaddisch für einen Freund

Anne | 23. November 2020

Nachdem die Familie des 14-jährige Palästinenser Ali mit ihm nach Berlin flüchtete, wurde der Mehringplatz in Kreuzberg sein neues Zuhause. Nun lebt er hier bereits vier Jahre. Aufgewachsen ist Ali in einem palästinensischen Flüchtlingslager im Libanon. Dort hat er seit seiner Geburt gelernt, die jüdischen Siedler zu hassen, welche seiner Familie das Land wegnahmen.

Kaddisch für einen Freund zeigt Überwindung von Feindbildern

Um sich in seinem neuen Zuhause Berlin-Kreuzberg vor den anderen arabischen Jugendlichen zu beweisen, verwüstet er gemeinsam mit ihnen die Wohnung seines jüdisch-russischen Nachbarn Alexander. Doch der 84-Jährige erkennt Ali bei der Flucht. Als ein Strafverfahren und Abschiebung  drohen, sucht der Junge Kontakt zu dem alten Mann.

Sehr berührend wird in Kaddisch für einen Freund die konfliktgeladene Annäherung der beiden erzählt. Wir sehen, wie Ali und Alexander trotz der gegenseitigen Vorurteile zueinander finden. Die zarten Fäden dieser Freundschaft und ihre Überwindung der Feindbilder gleichen einem Märchen, von dem man wünscht, das es wahr wird.

Foto: © SiMa Film, Kaddisch für einen Freund

Verfügbar bis: 23. Februar 2021