Je suis Charlie, je suis Paris | Arte

Anne | 06. Januar 2016

Die Anschläge auf das französische Satire-Magazin jähren zum ersten Mal. Was damals in Paris geschah, traf mitten in die Seele der europäischen, demokratischen Werte und die Morde an den Zeichnern und Redakteuren erschütterten die ganze Welt.

Nur elf Monate später wurde Paris erneut zur Zielscheibe der Islamisten, diesmal sollte es die breite, französische Gesellschaft treffen, Menschen, die sich abends auf einem Konzert, beim Essen oder Fußball amüsierten. Die Taten in der französischen Hauptstadt lösten weltweit Trauer, Entsetzen aber auch Solidarität aus: JE SUIS PARIS lautete die Devise. Vom Brandenburger Tor bis zum New Yorker One World Trade Center, von Medien-Webseiten bis zu privaten Facebook-Profilfotos leuchteten die französischen Nationalfarben.

Arte wiederholt in Gedenken an den Anschlag auf Charlie Hebdo die Dokumentationen „Ausgelacht!? Karikaturen und Pressefreiheit“ (2012) und sendet ebenso die aktuelle Doku “Je suis Charlie, je suis Paris”, welche sich mit dem Terror in Frankreich beschäftigt. Regisseur Benoît Bertrand-Cadi  fragt, wie es zu einer solchen Radikalisierung in der französischen Gesellschaft kommen konnte und versucht gemeinsam mit Terror-Experten, Politikern, Philosophen und den Überlebenden der Anschläge, Antworten zu finden. Erschreckend deutlich wird, wie sich die Terrorgefahr verlagert hat – es waren keine Fremden aus dem Ausland, die in Paris gemordet haben, sondern Söhne Frankreichs selbst, die von der radikal-islamischen Ideologie indoktriniert wurden und sich nun gegen die demokratische Gesellschaft stellen.

(Länge: 51 min | Verfügbar bis: 04.02 2016)

Bild: © Pac Presse

Kategorien: Allgemein

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