I Am Not Your Negro | arte
Kino-Dokumentarfilm | bpb 87 min

I Am Not Your Negro

Anne | 17. Januar 2019

James Baldwin beginnt im Juni 1979 die Geschichte des Rassismus in Amerika niederzuschreiben. Anhand der Leben seiner drei ermordeten Freunde Martin Luther King, Malcolm X und Medgar Evers erzählt er seine Sicht auf die Bürgerrechtsbewegung, von der er selbst Teil war. Doch Baldwin wird diese komplexe Aufgabe bis zu seinem Tod nicht beenden.

I Am Not Your Negro – aus Manuskript entstanden

So hangelt sich der Dokumentarfilm von Raoul Peck entlang des unvollendeten Manuskripts “Remember This House”. Während ein Sprecher den Text vorliest, werden Medien-Ausschnitte und Archiv-Fotos gezeigt. Wir sehen Rassismus, afroamerikanische Proteste und weiße Polizeigewalt. Zudem erfahren wir von Baldwins persönlichen Begegnungen mit den drei Bürgerrechtlern und hören über seine schmerzhaften Lebenserfahrungen als Schwarzer in den USA.

Unterdrückung und Ungerechtigkeit

Beispielsweise spricht Baldwin davon, wie es für ihn war als Kind in New York groß zu werden. Er redet von ermordeten Brüdern und Schwestern. Dazu werden Fotos von Kindern und Jugendlichen eingeblendet und ihre Geburtsdaten und Todestage gezeigt. Teilweise wurden sie nicht älter als 8 oder 11 Jahre.

Ein aufrüttelnder und eindringlicher Dokumentarfilm über Unterdrückung und Ungerechtigkeit, die bis heute anhalten. Auf der Berlinale 2017 gewann der Film den Publikumspreis und wurde auch auf vielen weiteren Festivals gewürdigt.

In dieser Liste stellen wir 10 wichtige Filme des afroamerikanischen Kinos vor.

 

Bild: © Salzgeber & Co. Medien GmbH / I Am Not Your Negro

Kategorien: Gesellschaft, Politik, Urban