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Homs – ein zerstörter Traum

Anne | 01. April 2021

Der syrische Bürgerkrieg gilt als der bedeutendste Konflikt des 21. Jahrhunderts. Seit zehn Jahren stehen sich die loyalen Kräfte des al-Assad-Regimes, zahlreiche Rebellengruppen, Islamisten, aber auch ausländische Mächte gegenüber. Große Teile des Landes liegen in Trümmern, fast 600.000 Menschen haben ihr Leben verloren. Mehr als die Hälfte der syrischen Bevölkerung wurde vertrieben, fünf Millionen Menschen haben ihrem Land den Rücken gekehrt. 

Diesem tragischen Dauerkonflikt widmet ARTE ab dem 15. März einen Programmschwerpunkt im TV und in der Mediathek des Senders, unter arte.tv/syrien.

Homs – ein zerstörter Traum: Vom Freiheits- zum Gotteskämpfer

Seit Herbst 2011 kämpfen Demonstranten gegen Assads Truppen und Städte wie Homs gleichen inzwischen einem Trümmerfeld. Der junge Syrer Baset und seine Freunde sind Kämpfer der ersten Stunde, sie versuchten zwei Jahre lang das Land von der Diktatur Assads zu befreien. Doch 2013 wurde aus den einst friedlichen Demonstranten für mehr Demokratie, kompromisslose, gottgläubige Kämpfer.

Ihr unerbittlicher Kampf wurde von Anfang an vom jungen syrischen Filmemacher und Journalisten Talal Derki  mit der Kamera begleitet. Seine schmerzhafte Doku Homs – ein zerstörter Traum zeigt die Männer von 2011 bis zum Sommer 2013 zwischen Hoffnung und Verzweiflung in dieser aussichtslosen Situation.

Auf dem Sundance Film Festival erhielt der Film den World Cinema Grand Jury Prize.

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Bild: © SWR

Verfügbar bis: 14. April 2021
Kategorien: Politik