< Hieronymus Bosch Werk: "Der Garten der Lüste"

Hieronymus Bosch – vom Teufel berührt

Anne | 27. Januar 2020

Hieronymus Bosch war ein Maler der vielen kleinen, spirituellen und geradezu visionären Details. Fische werden bei ihm zu fliegenden Monstern, aus Hinterteilen schießen Münzen wie aus einem Kasino-Automaten und in Muscheln kopulieren Nackte. Boschs Werke geben Rätsel auf. In fast allen seiner Bilder lassen sich Eulen finden – sie stehen für Dunkelheit und Gefahr. Zudem wurde dieses nächtliche Raubtier früher mit dem Teufel in Verbindung gebracht. Und das ist bei weitem nicht der einzige düstere Bezug auf den Teufel und die Hölle. Bosch war vom Bösen fasziniert, so scheint es.

Hieronymus Bosch  und sein faszinierendes Oeuvre

Im Jahr 1516 verstarb der Künstler. Anlässlich seines 500. Todestages wurde er 2016 in vielen europäischen Städten gewürdigt. Im Rahmen dieser Feierlichkeiten begann ein ganzes Team aus Bosch-Kennern mit der Erforschung aller bis heute erhaltenen Werke des Malers. Mit modernster Technik untersuchten die Kunst-Experten die 25 noch existierenden Bilder auf ihre Motive, die Pinselführung und Beschaffenheit der Materialien. Selbst das genaue Datum der Baumfällung von dem Holz, auf dem ein vermeintlicher Hieronymus Bosch gemalt ist, wurde bestimmt. Und da kam Überraschendes ans Licht. So wurde ein Baum erst nach Boschs Tod gefällt – somit kann er das Werk gar nicht gemalt haben. Außerdem wurden mit Infrarottechnik erstaunliche Zeichnungen freigelegt, die sich unter den heute sichtbaren Werken befinden.

Verborgenes wird sichtbar

In der Doku können wir in das rätselhafte Universum von Hieronymus Bosch eintauchen und Dinge sehen, die unserem Auge sonst verborgen geblieben wären.

Bild: © Pieter van Huystee Film, “Der Garten der Lüste” von Hieronymus Bosch. Kunstwerk zu sehen im Museo Nacional del Prado, Madrid

Verfügbar bis: 24. Februar 2020
Kategorien: Kultur