Kotzende Füchse, Operetten singende Pinguine und ein Lama, das Tandem fährt - nur ein paar Szenen aus dem fabelhaften Kurzfilm 'Symphony No. 42'.
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Gezeichnet und animiert – diese Kurzfilme machen euren Alltag bunter

Mediasteak | 25. Februar 2016

Ronald McDonald als skrupelloser Bösewicht, ein schlaffer Popeye mit Gehhilfe statt Mukkies und abenteuerlustige Insekten, die alles andere als eklig sind: Wir haben sieben wunderbare Kurzfilme herausgesucht, die uns in die surreale und kunterbunte Welt der Animation eintauchen lassen.

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Where Are They Now?

Wird Bart Simpson eigentlich nie erwachsen? Und müsste Garfield nicht langsam aus allen Nähten platzen? So viel Lasagne wie er in sich reinstopft! Steve Cutts hat die schöne Welt der Cartoons rabenschwarz werden lassen und die Comic-Helden unserer Kindheit mit der knallharten Realität des wirklichen Lebens konfrontiert. Sein Film „Where Are They Now?“ zeigt, wie es He-Man & Co. wirklich ergangen wäre, wären sie in unserer Gesellschaft „groß geworden“. Das Ergebnis ist humorvoll, aber vermittelt eine gesellschaftskritische Botschaft – wie in all seinen Filmen beleuchtet der Illustrator und Animator unsere meist rücksichtslose Interaktion mit der Umwelt und die Konsequenzen unseres Verhaltens.

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Logorama

Logorama zeigt ein wundersames Los Angles, in dem absurde Dinge passieren: Da tänzelt ein auffallend schwuler Meister Proper durch den Zoo von L.A., Big Boy und der Haribo-Junge gehen noch zur Schule und blödeln wie Beavis and Butt-Head rum und Ronald McDonald ist ein skrupelloser Bösewicht, der von mehreren Michelin-Männchen-Cops gejagt wird. Im falschen Film? Nö, in dem animierten Kurzfilm „Logorama“ bestehen die gesamte Bevölkerung und sämtliche Gebäude der Stadt aus Logos und Markenzeichen, die wir aus dem echten Leben kennen.

Der oscarprämierte Film symbolisiert somit unseren mit Werbung überladenen Alltag, in dem tausende bunte Logos und Zeichen eingebettet sind. Die Regisseure François Alaux und Herve de Crecy haben dafür über 2500 Firmenlogos in ihrem actionreichen Kurzfilm eingebaut, um sie lebendig werden zu lassen. Brillant, wer am Ende die Markenschlacht gewinnt!

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Jonah

Ein Kurzfilm zwischen Traum und Realität, erzählt in einem rasanten Wechsel aus surrealen und messerscharfen Bildern: Zwei Freunde am Strand von Zanzibar, in ihrem beschaulichen Fischerdörfchen fantasieren sie über ein prächtiges Leben in einer Stadt mit unendlichem Vergnügen. Doch als sie mit einer geklauten Touristenkamera ein ungeheuerliches Spektakel einfangen, verändert sich ihr Leben jäh. Wie in einem rauschenden Strom werden wir durch die Geschichte gerissen, durch starke Bilder zwischen Ergötzen und Ernüchterung, in einen Kampf wie aus Hemingways „Old Man and the Sea“.

Der beeindruckende Kurzfilm „Jonah“ lief 2013 im offiziellen Wettbewerb des Sundance Festivals und ist nach Robots of Brixton das zweite weltweit erfolgreiche Werk von Regisseur Kibwe Tavares.

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Symphony No. 42

Kotzende Füchse, Operetten singende Pinguine und ein Lama, das Tandem fährt. Dies sind nicht die Szenen meines verrückten Traums von letzter Nacht, sondern nur drei der 47 Sequenzen aus dem fabelhaften Kurzfilm „Symphony No. 42“.  In ihrem Film lässt Reka Bucsi Realität und Fantasie verschmelzen. Träume werden zum Albtraum. Mensch und Natur sind eins. Es gibt kein oben und kein unten. Und es macht alles keinen Sinn. Genau deshalb ist „Symphony No. 42“ so magisch.

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The Present

Dieser Kurzfilm geistert bereits seit einiger Zeit durch die sozialen Medien und erntet von allen Seiten ausschließlich positive Reaktionen. Das ist auch kein Wunder: Die ursprünglich auf einem Comic basierende Geschichte ist toll animiert, herzerwärmend und regt zum Nachdenken an. Ein Junge, der seine Zeit am liebsten alleine im Haus und vor der Spielkonsole verbringt, bekommt von seiner Mutter eines Tages ein ganz besonderes Geschenk… Aber wir wollen nicht zu viel verraten. Seht selbst – und haltet vorsichtshalber eine Packung Taschentücher bereit.

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MINUSCULE – Kleine Helden

Zugegeben, winzige Tiere, die mehr als vier Beine haben, lösen in den meisten Menschen nicht unbedingt Begeisterungsstürme aus. Doch in die niedlichen Krabbeltierchen von Minuscule muss man sich einfach sofort verlieben.

In den jeweils etwa fünfminütigen Kurzfilmen kann man Marienkäfern, Ameisen, Fliegen und Spinnen dabei zusehen, wie sie in ihrer eigenen Miniaturwelt ein Abenteuer nach dem anderen erleben. Das Besondere: Die liebevoll animierten Insekten krabbeln durch eine real gefilmte Kulisse. Die Minuscule-Kurzfilme sind also nicht nur etwas für Animationsfans – sie helfen garantiert auch gegen Insektenphobie.

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Roadtrip

„Roadtrip“ zeigt einen jungen Träumer, der zwischen den existenzialistischen Fragen des Lebens, dem Philosophieren über den Nagel in der Wand, und einer Zigarette nach der nächsten nicht zum Schlafen kommt. Die Sonne geht spät unter, Flaschensammler klappern die Mülltonnen ab, Füchse streifen durch die Straßen, die U1 rappelt über die Schienen und wieder geht die Sonne auf ohne dass der Existenzialist geschlafen hätte. Lethargisch, orientierungs- und antriebslos lässt J. die Tage und Nächte an sich vorbeiziehen bis sein alter Nachbar, mit dem er oft auf dem Dach sitzt und über Berlin blickt, ihm rät, auf Reisen zu gehen. Doch immer kommt etwas dazwischen. Und dann ist da noch das coole Barmädchen, welches er nun Nacht für Nacht in „Attilas Schuh“ besucht…

Den Barmädchen Berlins ist auch der liebevoll gezeichnete und mit tollem Sound unterlegte Animationsfilm gewidmet. „Roadtrip“ entstand als Abschlussarbeit von Xaver Xylophon und Ariana Berndl an der Berliner Kunsthochschule „Weißensee“ und lief bereits auf vielen renommierten Festivals. Ein wunderbar sommerlicher Kurzfilm, der die Seele Berlins und unserer Generation widerspiegelt.

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MUTO a wall-painted animation by BLU

MUTO von Blu ist schon etwas älter, aber wir finden, man kann man sich den mehrfach ausgezeichneten Film gar nicht oft genug anschauen! Mit Hilfe der Stop-Motion-Animation haucht der italienische Street-Art-Künstler alten Mauern, nacktem Asphalt und verlassenen Gebäuden in Buenos Aires wieder Leben ein. Dafür lässt er seine surreale Kreaturen über Wände krabbeln, sie durch Rohre kriechen und sie vollkommen mit dem Ort verschmelzen. Der fantasiereiche Kurzfilm kreiert durch seine besondere Animation und den dazu passenden Sound seine ganz eigene Welt der Urban Art.

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