Fallada – Im Rausch des Schreibens

Anne | 04. September 2019

Jeder stirbt für sich allein“ ist das letzte vollendete Werk von Hans Fallada. Kurz darauf wird er aufgrund seiner Morphinsucht in die Psychiatrie eingewiesen und stirbt wenige Zeit später im Jahr 1947. Das wunderbare Porträt Fallada – Im Rausch des Schreibens blickt auf den großen deutschen Schriftsteller.

Morphin- und Alkoholsucht

Anhand der einzelnen Lebensabschnitte zeigt das biografische Doku-Drama die Höhen und Tiefen im Leben Falladas. Seine innere Zerrissenheit wird durch die vorgelesenen Tagebucheinträge veranschaulicht. Ebenso wie im Tagebuch verarbeitet Fallada in seinen Büchern das eigene Leben. So schreibt er von Alkohol- und Morphinsucht, seiner zerbrochenen Ehe und die politischen Umwälzungen in Deutschland zwischen dem 1. und 2. Weltkrieg. Vor allem seine präzise Beschreibung der „kleinen Leute” und seine Gabe, genau zu beobachten, machen den Schriftsteller berühmt.

Fallada –  Im Rausch des Schreibens

Mit nachgestellten Szenen schafft es die szenische Dokumentation anschaulich, Falladas Leben und Schaffen zu zeigen.

Falladas letztes Buch ist übrigens 70 Jahre nach dem Erscheinen zum weltweiten Bestseller geworden. Und der gleichnamige Hollywoodfilm mit Daniel Brühl und Emma Thompson in den Hauptrollen lockte Millionen Zuschauer ins Kino.

Über die Kultur des Rausches

Fallada war nicht der einzige Schriftsteller, der im Rausch große Werke schrieb. In der schönen Doku “Im Rausch – eine etwas andere Kulturgeschichte” hier auf Mediasteak sehen wir noch mehr berauschte Literaten.

Außerdem könnt ihr hier den Film Jeder stirbt für sich allein anschauen oder das Buch erwerben:

                        

Bild: NDR / © Sandra Müller/C-FILMS

Verfügbar bis: 02. Dezember 2019
Kategorien: Gesellschaft, Kultur