< Sie weinen, sie schreien, sie riechen sogar nach Säugling. Doch die Babies, um die es in dieser Doku geht, sind aus Plastik...

Vater, Mutter, Plastikkind: Erwachsene spielen Familie | VICE

Paula | 10. Februar 2015

„Es riecht nach Baby“? Ach, wie goldig. Tagsüber wird es im Tragetuch herumgetragen um nebenbei kochen zu können, abends kommt es in den „Schlafi“ und dann gibt es noch ein bis sechs Gutenacht-Liedchen. Zu den 290€ für die lebensechte Plastikpuppe kommt noch die Babyausstattung wie Kleidung, Bettchen und ein extra Baby-Raum. Die sogenannten Reborn-Puppen sehen erschreckend lebendig aus, können glucksen, weinen und nach Bedarf schlägt das Herz. Damit wecken sie bei manchen Frauen Mutterinstinkte, bei manchen Paaren lösen sie elterliche Fürsorge aus. Das erscheint alles etwas lächerlich, aber die Hauptprotagonistin stellt sich zurecht die Frage: normal oder glücklich sein? Sei es eine Selbsttherapie, Reflektion oder ein Hobby, sie rechtfertigt mit bewundernswert kindlicher Ehrlichkeit ihre Liebe zu den Reborn-Puppen.

So echt, so real, einfach faszinierend. Allerdings nicht die Puppen, sondern „Mama“ Anasha beim Anblick ihres fünften Fake-Babies… eh tschuldige… der kleinen Coco- Malu. Irre!

Bild: Screenshot / VICE

Kategorien: Gesellschaft, Kultur