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Einsamkeit und Sex und Mitleid

Laura | 10. März 2019

Be w̶̶i̶̶t̶̶h̶  someone who makes you happy!

Ich bin alles, was ich habe auf der Welt. Ich bin alles, was ich will. Ich allein kann mich verstehen.“ – die Akteure von Einsamkeit und Sex und Mitleid (hier gehts zur ARD-Mediathek) stimmen am Ende des Films vereint den Peter Maffay-Sommerhit “Du” von 1970 an. Nur das der Text etwas egozentrischer vonstatten geht. Kein Wunder, denn das bildgewaltige Kinodebüt von Regisseur und Ko-Autor Lars Montag ist eine rabenschwarze Komödie über moderne Beziehungen, die übertrieben unsere Gesellschaft widerspiegelt.

Einsamkeit und Sex und Mitleid: provokant

Der Film erzählt von Beziehungen und Abhängigkeiten zwischen unterschiedlichsten Großstadtmenschen. Da ist zum Beispiel die Ärztin Julia, die sich regelmäßig Callboys bestellt und geradezu aus der Haut fährt, wenn ihre Vorstellungen nicht erfüllt werden. Oder Julias Ex-Mann Uwe, der im Internet die große Liebe sucht und die Künstlerin Janine kennenlernt. Diese wiederum will eigentlich nur vögeln. Guten Sex hatte das frustrierte Ehepaar Robert und Mascha schon lange nicht mehr. Ihre Tochter Swentja hingegen bekommt ein eindeutiges (Leck-)Angebot von Mahmud. Und dann ist da noch Thomas, der seine Bekannte Carla zum Hass auf Ausländer anstachelt.

Film basiert auf Roman

Einsamkeit und Sex und Mitleid ist ein Mix aus Komödie und Drama, Ironie und tieferer Bedeutung – und provoziert, wie wir es vom deutschen Kino kaum kennen. Wir haben jetzt richtig Lust, dass Buch von Helmut Krausser zu lesen, auf dessen Vorlage der Film entstand.
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 Und hier geht es zum Film in der ARD-Mediathek

Verfügbar bis: 18. März 2019
Kategorien: Gesellschaft, Liebe & Sex