< Doku über rechten Terror

Rechter Terror – von wegen “Einzeltäter”

Anne | 17. März 2020

NSU-Terror, der Mord an Walter Lübcke oder der Anschlag in Hanau – all diese furchtbaren Taten eint der rechtsextreme Hintergrund. Sie richten sich gegen Migranten, Juden, Muslime, Linke, Journalisten und Politiker. Mittlerweile ist klar: Das Narrativ vom Einzeltäter ist auserzählt. Zwar handelten die Mörder allein, aber hinter ihren Taten liegt ein Neonazi-Netzwerk mit der gleichen Weltanschauung.

Über die Kette der Gewalttaten

Zum ersten Mal nach dem Ende des Nazi-Regimes ist mit Walter Lübcke ein Politiker Opfer rechter Gewalt geworden. Schon jetzt zeigen Recherchen: Der Hauptverdächtige und sein Komplize waren fest mit der rechtsextremen Szene verbunden. Demnächst beginnt der Prozess. Doch dieser Mord ist nur einer in der Kette brutaler Gewalttaten in ganz Europa.

Rechte Gewalt in Frankreich und England

Auch im französischen Bayonne greift ein Rassist im Herbst 2019 eine Moschee an. Vor dem Gebäude verletzt er zwei Muslime durch Schüsse schwer. Vier Jahre zuvor kandidierte der Angreifer noch für den Front National.

Außerdem geht der Mord an der britischen Labour-Abgeordneten und Brexit-Gegnerin Jo Cox auf das Konto eines Rechtsextremen. Cox‘ Schwester berichtet  von einer Atmosphäre der Spaltung und Hetze, in der sich der Täter damals bestätigt fühlen konnte.

Rassistische Theorien eint alle

Ermutigt fühlen sich diese Gewalttäter durch die unverhohlen rassistischen Theorien, die durchs Internet kursieren. Diese rechtsextremen Morde und Anschläge waren juristisch die Taten Einzelner. Doch Einzeltäter im Geiste waren sie nicht. Diese Doku über rechten Terror folgt den Spuren rechtsextremer Angriffe in ganz Europas.

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Bild, Text: arte

Verfügbar bis: 01. April 2020
Kategorien: Gesellschaft