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Sand – Die neue Umweltzeitbombe

Laura | 02. August 2017

Unser Alltag steckt voller Sand. Ob in Zahnpasta, Wein oder in unseren Mobiltelefonen – der Rohstoff ist nach Wasser und Luft das meist verbrauchte Wirtschaftsgut der Welt. Der globale Sandverbrauch beträgt über 15 Milliarden Tonnen pro Jahr. Denn neben unseren Alltagsprodukten wird Sand vor allem im Bausektor oder für die Landgewinnung verarbeitet. Somit sind die goldenen Körnchen eine wertvolle Ressource, die jedoch nicht unerschöpflich ist.

Sand wird knapp und der Abbau zur ökologischen Zeitbombe

Dubai liegt mitten in der Wüste. Dennoch sind die Sandreserven des Wüstenstaates erschöpft. Denn Wüstensand – welch bittere Ironie – gibt Beton keinen Halt und eignet sich auch nicht für den Bau künstlicher Inseln. Die heimischen Sandkörner sind einfach zu glatt. Deshalb muss Dubai australischen Sand importieren. Da der Vorrat weltweit immer knapper wird, bedienen sich Baukonzerne am Meeresboden. Und die Folgen? Nicht nur das marine Ökosystem wird durch den Sandabbau im Meer gefährdet. Menschen, die von der Fischerei abhängig sind, verlieren ihre Lebensgrundlage – und wenn ganze Inseln verschwinden, auch ihren Lebensraum.

Die Doku zeigt die Schauplätze des Sandabbaus rund um den Globus und gibt Einblicke in soziale, ökologische und geopolitische Probleme, die durch den massiven und illegalen Sandabbau auftreten. Beängstigend!

Bild: Arte

Verfügbar bis: 18. September 2017
Kategorien: Natur, Wirtschaft