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Bloß keine Tochter! Asiens Frauenmangel und die Folgen

ARTE Magazin | 04. März 2020

Sieben Jahrzehnte Geburtenkontrolle haben zum Männerüberschuss geführt – nicht nur in Asien. Mit schuld ist auch die Entwicklungshilfe des Westens.

Zukunft ohne Frauen

Kahle Äste werden sie genannt. Männer, die sich eine Partnerin wünschen, jedoch nie eine finden werden, keine Familie gründen können. So viele gibt es schon von ihnen, dass in China Schriftzeichen für sie existieren. Die Bezeichnung als fruchtloses Gewächs weist trotz all ihrer Poesie auch auf die Tragik ihrer Situation hin, zeigt auch ihre Verletzlichkeit. Wobei diese vor allem auf die zutrifft, die eben millionenfach fehlen: die Frauen. Weltweit sind es 177 Millionen, so der Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen (UNFPA). Sie, die wenige sind, sind auch noch wenig wert und immer öfter Opfer von Vergewaltigungen, Verschleppungen, Menschenhandel. Die Ursprünge dieser brutalen Auslese jedoch liegen – anders als im Westen oft angenommen – nicht allein in China oder Indien, wo in manchen Landesteilen auf 100 Männer weniger als 80 Frauen kommen.

Doku über Asiens Frauenmangel und die Folgen

Die ARTE-Dokumentation Bloß keine Tochter! ist eine journalistische Enthüllungsgeschichte, die auch zeigt, dass die Zahl der Länder immer weiter wächst, in denen weiblicher Nachwuchs systematisch aussortiert wird – und wer dafür verantwortlich ist.

Bild: © ARTE / Dorothe Dörholt

Verfügbar bis: 01. April 2020
Kategorien: Gesellschaft, Politik