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Das Jahrhundert des Henri Cartier Bresson

Anne | 28. August 2016

Der Franzose Henri Cartier Bresson gehört zu den einflussreichsten und wichtigsten Fotografen des letzten Jahrhunderts. Nicht nur, dass seine bemerkenswerten Fotoreportagen in allen großen Magazinen der damaligen Zeit zu finden waren. Er  gründete ebenfalls 1947 mit seinen Kollegen David Seymour und Robert Capa die Foto-Agentur Magnum. In der genossenschaftlichen Agentur war jeder Fotograf für sich verantwortlich, aber der Einzelne war nicht isoliert und die Agentur verkaufte die Fotos der Mitglieder. Das Team fing ganz ohne Geld an, doch trotz vieler Schwierigkeiten etablierte sich Magnum rasch.

“Es gibt nichts zu sagen, man muss sehen. Sehen kann man niemanden beibringen. Sehen lernen, erfordert unheimlich viel Zeit. Es muss ein Sehen sein, das Gewicht hat.”

Seine professionelle Fotografen-Karriere begann Bresson nach dem Krieg – doch schon viel früher, Anfang der 1930er Jahre, fotografierte er überall auf der Welt. Dabei prägte ihn die Geisteshaltung der Surrealisten, mit denen er befreundet war, nicht jedoch ihre Malerei. Denn der Blick auf das reale Leben beschäftigte ihn und seine Art zu fotografieren war völlig intuitiv. Er wollte das Besondere im Normalen entdecken.

Henri Cartier Bresson als erster westlicher Fotograf in der UdSSR

Wie beispielsweise bei seinem Bild, das er als erster Fotograf aus dem Westen, der im Sowjet-Russland fotografieren durfte, schoss. Es zeigt eine alltägliche Situation auf der Straße in der damaligen Sowjetunion. Doch durch die besondere Komposition und das scheinbar Alltägliche, war das Bild so überraschend, dass es auf dem Cover des LIFE Magazins gedruckt wurde. Bresson und Magnum verdienten mit der Fotoreportage ein Vermögen…

“Man muss die Realität auf sich zukommen lassen. Man spürt es oder man spürt es nicht. Ist das Bild gestellt,  kommt nichts dabei heraus.

Henri Cartier Bresson sagte: “Die Kamera ist die Verlängerung meines Auges.” Er wollte das Einfache, das Lebendige festhalten. Dabei wertete er nicht in seinen Aufnahmen, sondern drang in die Situation ein und nahm den Augenblick intensiv wahr. Von Gandi bis Charles de Gaulle traf Henri Cartier Bresson viele großen Namen des letzten Jahrhunderts und fotografierte sie.

Doku gewährt tiefe Einblicke in die Fotografie

Die wunderbare Doku  lässt den großen Fotografen selber zu Wort kommen. Er gibt uns Weisheiten über das Sehen und gewährt tiefe Einblicke in die Fotografie. Dabei können wir die beeindruckenden Schwarz-Weiß-Fotos von Bresson betrachten, welche uns überall auf die Welt führen. Sehr SEHENSwert!

“Die Zeit rennt und verstreicht, nur der Tod kann sie einholen. Die Fotografie ist ein Schnitt in die Ewigkeit, der den ergreifenden Moment festhält. Das Leben packen und festhalten.”

 

 

Bild: Screenshot

Kategorien: Kultur