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Beuys – Dokumentarfilm

Anne | 21. April 2019

Josef Beuys zählt zu den wichtigsten Künstlern Nachkriegsdeutschlands, der in den sechziger Jahren zum ersten wahren Medienkünstler hierzulande avancierte. Bis heute sind seine Ideen – sowohl als Künstler, als auch als Bürger – visionär. Er war Gründungsmitglied der Grünen, sah in jedem Menschen das Kreative und führte mit seiner radikalen Kunst die bornierte Gesellschaft vor.

Doku – einzigartiges Zeitdokument

Mehr als 30 Jahre nach seinem Tod lief im Jahr 2017 das einzigartige Porträt BEUYS erst auf der Berlinale, dann in den Kinos. Aus hunderten Stunden Material von Interviews, Kunstaktionen und Podiumsdiskussionen entstand ein Zeitdokument, das nicht nur den Künstler, sondern auch das damalige Deutschland beleuchtet.

Beuys – Dokumentarfilm

Die fast zweistündige Dokumentation von Andres Veil ist nichts zum Nebenbeischauen. Denn kein Kommentar gibt uns vor, was wir zu denken haben. Geschweige denn sehen auch keine chronologische Abhandlung von Beuys biografischen Eckdaten. Im Gegenteil, die intelligente Montagetechnik, die fast ausschließlich aus Archivmaterial aus den 1960er – 1980er Jahren besteht, fordert uns Zuschauer auf, selber Zusammenhänge zu knüpfen und unser eigenes Bild vom Künstler zu machen. Und auch davon, was es bedeutete, anzuecken in der damaligen Zeit in Deutschland. So wird der Film auch formal der Devise von Beuys gerecht. Aber vor allem zeigt er die Einzigartigkeit des Künstlers.

Mehr Dokus und Filme über berühmte Künstler seht ihr hier auf Mediasteak. Und mehr über ihn lest ihr in dem Buch:

Zeige deine Wunde: Kunst und Spiritualität bei Joseph Beuys – Eine Spurensuche

Bild: Ute Klophaus, © zeroonefilm

Verfügbar bis: 24. April 2019
Kategorien: Gesellschaft, Kultur