Mediasteak-Armes Schwein – fettes Geschaeft
Dokumentation 91 min

Armes Schwein – fettes Geschäft

ARTE Magazin | 27. Juni 2020

Jahr für Jahr wird Fleisch billiger. Im Supermarkt gibt es ein Kilo Schweinefleisch schon für fünf Euro. Dennoch: In Deutschland ist das Fleisch-Geschäft für die Hersteller sehr lukrativ. Die Dokumentation Armes Schwein – fettes Geschäft zeigt, wie unsere Fleischindustrie, mit Unterstützung aus Berlin, europa- und weltweit für Fleisch zum Ramschpreis sorgt. Mit enormen Folgekosten. Denn Umwelt und Mensch leiden, bäuerliche Strukturen werden zerstört, Billiglöhner ausgebeutet.

arte Magazin hat 14 erschreckende Fakten aus der Doku zusammengestellt:

1. Schweinefleisch ist das Lieblingsfleisch der Deutschen: Fast zwei Drittel der pro Kopf und pro Jahr verzehrten 60 Kilo Fleisch sind vom Schwein.

2. 90 Prozent der Schweine in Deutschland kommen nicht vom idyllischen Bauernhof, sondern aus industriellen Mastfabriken. Davon gibt es rund 900 in Deutschland.

3. Ein schlachtreifes Schwein wiegt 120 Kilo. In diesem Zustand bleibt ihm in der Haltung weniger als ein Quadratmeter Platz.

4. Vier Monate werden Schweine in den Mastbetrieben dick gefüttert. Pro Tag nehmen sie von dem Futter, das sie bekommen, etwa einen Kilo zu.

5. Ihr Gewicht von 120 Kilo erreichen die Schweine nach acht Monaten. Dann werden sie geschlachtet.

6. Der Mäster bekommt 200 Euro für ein Schwein. Nach Abzug aller Kosten bleiben ihm jedoch nur fünf Euro Gewinn.

7. In einem Massenbetrieb mit 10.000 Schweinen fallen pro Tag 40.000 Liter Gülle an.

Euch ist der Appetit vergangen? Dann schaut diese Doku übers Fasten auf Mediasteak.

Bild: © Tvntv

Verfügbar bis: 26. Juli 2020
Kategorien: Gesellschaft, Wirtschaft