100 min

10 Milliarden – Wie werden wir alle satt?

Anne | 14. Juni 2019

Wie werden wir uns ernähren, wenn in Zukunft über 10 Milliarden Menschen auf der Erde leben und unsere Agrarressourcen knapp werden? Mit dieser Frage beschäftigt sich der Filmemacher Valentin Thurn und reist dafür um die ganze Welt. Er besucht eine Hühnerfabrik in Indien und zeigt die unappetitliche, ja barbarische Produktion vor Ort. Außerdem verkostet er Insekten in Thailand, fährt zu Milchbauern oder besucht eine Fisch-Farm in Kanada mit genetisch veränderten Lachsen. Diese wachsen fünf bis sechs mal so schnell, wie ihre natürlichen Artgenossen.

10 Milliarden – Wie werden wir alle satt?

Des weiteren sehen wir Forscher, die nach neuen, technischen Lösungen zur Nahrungsmittelherstellung suchen. Diese sollen zukünftig unabhängig von Natur und Wetter funktionieren. Zum Beispiel eine Pflanzenfabrik im japanischen Kyoto. Hier züchten Biologen vollkommen automatisiert Gemüse. Die Produktivität ist 100 mal höher als im Feldanbau, denn die Fabrik erntet neun Mal im Jahr das Gemüse und die Anbaufläche erstreckt sich über 16 Etagen.

Gentechnik oder bio

Interessant kontrastiert Valentin Thurn in seiner Dokumentation 10 Milliarden – Wie werden wir alle satt? die zwei verschiedenen Ansätze wie wir in Zukunft produzieren. Einerseits Massentierhaltung, Wachstumshormone, Labors und Gentechnik – Methoden also, die eine hohe Produktivität versprechen. Andererseits alternative Modelle, welche die Umwelt schonen und natürlich sind. Jedoch konsumiert nur ein kleiner – meist reicherer Teil der Bevölkerung – Produkte aus biologischem Anbau.

Mehr über faire Ernährung erfährst du in unserem umfangreichen Artikel zum Thema inklusive etlicher Dokus.

Bild: Shutterstock

Verfügbar bis: 20. Juni 2019