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Re: Walfang auf Färöer

Laura | 27. September 2017

Wenn das Grindadráp beendet ist, stehen erschöpfte Männer mit blutbespritzten Gesichtern in einer Bucht auf den Färöer Inseln. Das Wasser, in dem sie stehen, ist rot gefärbt. Denn sie haben gerade einige Dutzend Grindwale geschlachtet. Diese Bilder wirken auf uns Außenstehende schockierend. Da keine Harpunen oder andere Geschosse verwendet werden dürfen, müssen die Jäger im eisigen Wasser mit jedem einzelnen Tier kämpfen.

Walfang auf Färöer – Tradition oder Tierquälerei?

Für die Bevölkerung des nordatlantischen Archipels stellt der Walfang auf Färöer einen Teil ihrer kulturellen Identität dar. Und er dient zur Selbstversorgung. Neben den Protesten der Tierschützer schalten sich seit einigen Jahren nun auch Gesundheitsbehörden ein, denn aufgrund der Meeresverschmutzung enthält das Walfleisch hohe Mengen an Giften.

Die Doku zeigt, dass die Auseinandersetzung mit dem umstrittenen Thema sehr emotional ist: Wir sehen Inselbewohner, die an der alten Tradition festhalten. Auf der anderen Seite treffen wir Tierschutzaktivisten, die das Brauchtum strikt ablehnen.

Schaut diesen beeindruckenden Kurzfilm über kulturelle Identität und den Wert von Traditionen.

Bild: Kobalt Productions

Verfügbar bis: 18. Oktober 2017
Kategorien: Gesellschaft, Kultur