< Verbotene Filme - Das Erbe des Nazi-Kinos | Doku auf arte

Verbotene Filme – Das Erbe des Nazi-Kinos

Frieda | 05. Dezember 2017

Das Medium Film spielte zur Zeit des Nationalsozialismus eine entscheidende Rolle. Nach der staatlichen Übernahme von Filmunternehmen wie der UFA, etablierte sich eine politische Unterhaltungsindustrie mit eigenen Stars und Genres. Das Kino wurde zum wirksamen Propagandainstrument. Viele der etwa 1200 Filme, die während der nationalsozialistischen Diktatur entstanden, sind bis heute erhalten. Ein filmisches Erbe aus einer vergangenen Zeit, hochexplosiv im wahrsten Sinne des Wortes. Denn in den 1930 Jahren wurden Kinofilme noch auf giftigem und leichtentzündlichem Nitrozellulosefilm produziert.

Propagandamittel Film

40 sogenannte „Vorbehaltsfilme“ sind heute noch eingeschränkt zugänglich. Das restliche Filmmaterial liegt sicher verwahrt in großen Betonbunkern und darf nicht in der Öffentlichkeit gezeigt werden. Die Gründe für die strengen Auflagen liegen auf der Hand. Die Filme sind hetzerisch, kriegsverherrlichend und propagandistisch. Außerdem richten sie sich meist explizit gegen die zahlreichen nationalsozialistischen Feindbilder, allen voran natürlich Menschen jüdischen Glaubens. Teilweise erschreckend subtil vermitteln die Filme nationalsozialistische Ideologie, die, wie Kritiker befürchten, auch heute noch auf fruchtbaren Boden fallen könnte.

Verbotene Filme ist ein gut gemachter Dokumentarfilm, der sich der interessanten und umstrittenen Debatte um das Erbe des Nazi-Kinos widmet. Dürfen und sollten diese Filme heutzutage öffentlich zugänglich sein? Wenn ja, in welchem Rahmen? In der Doku kommen verschiedene Filmwissenschaftler, Historiker und andere Experten zu Wort. Unterlegt mit Original-Filmausschnitten gewährt die Doku so einen Einblick in die perfiden Strategien der nationalsozialistischen Filmpropaganda.

 

Schaut auf Mediasteak eine Doku, die sich auf die Suche nach dem Ursprung des Arier-Begriffs macht.

 

 

Bild: Screenshot / © rbb/Blueprint Film

Verfügbar bis: 11. Dezember 2017
Kategorien: Kultur