Der legendäre Mars werbespot vor einem Kloster
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Unsere Top 10 unvergessener 90er-Jahre-Werbung

Mediasteak | 21. April 2017

Die Sternstunden des Fernsehens der 90er Jahre waren vor allem die Werbeunterbrechungen. Was gab es da für legendäre Spots, die sich uns 90er Jahre Kindern tief ins Gedächtnis gebrannt haben! Nie werden wir den Lachgummis-Song vergessen und schon gar nicht den Coke-Light-Typen.

Hier kommt unsere Top 10 unvergessener 90er-Jahre-Werbung:

 

1. Fairy Ultra – Villariba Villabajo (1992)

„Während Villariba schon feiert, wird in Villabajo noch geschrubbt.“ Ein Satz, der unsere Kindheit prägte. Durch die anschauliche Darstellung des sich im Turbotempo lösenden Fettes wusste jedes Kind: Man braucht nur ein paar Tropfen Spülmittel und selbst die verkrustetste Paella-Pfanne wird von ganz allein wieder sauber. Nach der Werbung konnten wir es kaum abwarten, Pfannen zu schrubben!

 

2. Zott – Sahnejoghurt (1995)

So sieht eine gesunde und glückliche Familie aus. Während unsere Eltern sogar am Wochenende arbeiteten, schauten wir uns also diesen Traum in weiß an und sehnten uns nach einem fettig-zuckrigen Sahnejoghurt. Dann plumpsten wir rücklings auf die Couch, legten den Hörer des durchsichtigen Telefons beiseite und fütterten uns selber – Weekendfeeling eben!

3. Punica (1991)

Wer von uns hätte nicht auch gerne seinen Durst in der Punica-Oase gestillt? Leider gab es bei uns zur Erfrischung immer nur kalten Krümeltee – mit Zitronen- oder Pfirsichgeschmack. So kam es, dass wir neidvoll an der Mattscheibe klebten, wenn das Mädchen im fleischfarbenen Outfit mit dem ultimativen Durstlöscher auch noch Ritter und Drachen zu sich ins Wohnzimmer lockte.

4. Langnese (1994)

Dieser Spot ist der Traum jedes Kindes: Ein Eiswagen so groß wie ein LKW, der im warmen Sonnenlicht nur darauf wartet, gutgelaunte Menschen mit Eis am Stiel zu versorgen. Fast so wie bei uns, wenn früher der Eismann klingelnd in unsere Straße bog. Nur in Zeitlupe und mit Eisregen.

5. Mars (1996)

Sicher waren wir nicht die einzigen Zehnjährigen, die in den süßen Mars-Jungen verknallt waren, der von seiner Liebe gepeinigt ins Kloster eintreten will. Während er am Tor der Enthaltsamkeit wartet, findet er zufällig einen Mars-Riegel in seiner Tasche. „Der Geschmack des Originals“ gibt ihm wieder neuen Lebensmut und er kehrt dem Kloster den Rücken. Was waren wir froh, dass Mr. Perfect nicht an die Mönche und ihre Kräutergärten verloren gegangen ist!

6. Taft – Drei Wetter (1994)

Als erfolgreiche Geschäftsfrau ist eine gut sitzende Frisur das A & O! Sonst könnten potenzielle Kunden denken, man habe sein Business nicht im Griff. Deshalb demonstriert uns die gutfrisierte Vielfliegerin im legendären Drei-Wetter-Taft-Spot wie man trotz Wind, Hitze und Regen wie frisch geföhnt aus dem Flieger stiegt. Außerdem bemerkenswert: Fünf Jahre zuvor „flog“ die Dame schon mal für Schwarzkopf mit haargenau der gleichen Frisur!

7. McDonald’s (1999)

Megastau auf der Autobahn. Ein Mann sitzt genervt im Auto. Vor ihm im Wagen ein Junge, der ihm die Zunge rausgestreckt. Der Mann, zunächst fassungslos über so viel Rüpelhaftigkeit, zückt plötzlich eine Packung Pommes und zeigt sie triumphierend dem Jungen. Dieser gibt sich neidisch und vermutlich sehr hungrig, geschlagen. Schöne Pointe.

8. Meica – „Mini-Wini-Würstchenkette“ (1994)

Heutzutage werden auf Kinderparties sicher keine Presswürste undefinierbaren Ursprungs mehr an die kleinen Racker serviert. Bei uns 90er-Jahre Kindern sah das noch anders aus: Da gab es Schokoküsse, fettige Mini-Winis und Benjamin-Blümchen-Torte für fünf Stunden im ununterbrochenem Wechsel. So konnte es leicht sein, dass man am Ende einen ganzen Meter Wurstkette intus hatte.

9. O.B. (1993)

Diese Werbung lässt einen mit Verwunderung und Fragen zurück: Der Projektor. Diese Jalousien. Eine Frau, die mit einem langen Watteteil außen über ihre Hand streicht, um es dann vorsichtig in ihre Handfläche zu legen. Was hatte das alles zu bedeuten?

10. Weißer Riese – Megaperls (1996)

Ein typisches Merkmal von 90er-Jahre-Werbung war ein Vergleich zwischen Produkt A (farb- und liebloses Ding ohne Eigenschaften) und Produkt B (dem absoluten Oberknaller in fescher Aufmachung mit Heiligenschein). Das herkömmliche Produkt schneidet erwartungsgemäß schlecht ab, während – wie im Falle dieser Waschmittelwerbung – der „Weiße Riese“ glänzt. Doch bevor die (mega!) Megaperls ihren Dienst leisten konnten, musste erstmal ordentlich rumgesaut werden. Genau unser Geschmack.

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