Mie in Tabula Rasa Serie
Serie | ZDF 48 min

Tabula Rasa – belgisch-deutsche Psycho-Thriller-Serie

Gastbeitrag | 20. März 2018

Der Name dieser Serie ist Programm. Mie lebt in einer geschlossenen Psychiatrie und hat durch einen Unfall ihr Kurzzeitgedächtnis verloren. Alles, was sie seither neu erlebt, löscht sich aus ihrem Gedächtnis. Stress verstärkt diesen Prozess zusätzlich. Um nicht alles zu vergessen, zeichnet und schreibt sie sich Personen, Ereignisse und Informationen in ein Notizbuch. Nach und nach werden ihr verschiedene Dinge, die seit dem Unfall passiert sind, bewusst und sie beginnt, sich an Bruchstücke zu erinnern.

Stress bekommt Mie vor allem von der Polizei. Denn sie soll mit dem Verschwinden eines Mannes zu tun haben, kann sich aber nicht an ihn erinnern. Man muss am Anfang etwas Geduld mitbringen und sich auf die Story einlassen. Auch der übermäßige Besuch der Polizei in einer psychiatrischen Einrichtung und die Verhörart durch die Polizisten erscheint zunächst realitätsfern.

Tabula Rasa – Serie zum Gruseln

Doch trotz einiger erzählerischer Schwächen ist Tabula Rasa handwerklich super gut gemacht. Man wird mit tollen Bildern und klasse Kameraführungen, für einen Triller ungewöhnlich gruseligen Effekten und einem Ende, das man bis kurz vor Schluss so hat nicht kommen sehen, entschädigt.

Nichts ist, wie man zunächst denkt. Am Ende der Serie setzt sich das Puzzle zusammen, und die meisten Details aller Folgen ergeben plötzlich einen Sinn. Mein Fazit: Sehenswert. Und noch ein Tipp: Man sollte halbwegs frisch sein, damit man alle Details und Zeitsprünge mitbekommt und sich nicht zu sehr gruselt!

Text: Susanne aus Hannover

Bild: ZDF / Sofie Silbermann

 

 

Verfügbar bis: 27. September 2018
Kategorien: Film & Serie