<

Stoned – Was geschah mit Brian Jones? | Netzkino

Stephanie | 18. Juni 2017

Brian Jones zählt zu den Gründern der wohl erfolgreichsten Rockband aller Zeiten: Den Rolling Stones. Der auf wahren Begebenheiten basierende Spielfilm Stoned erzählt vom Aufstieg und Fall des legendären Musikers – und liefert dabei eine Theorie zu seinem mysteriösen Tod im Jahre 1969.

Jones‘ Psycho-Spielchen enden in Katastrophe

Der Film fokussiert das Leben des Gitarristen, welches mit dem eintretenden Erfolg der Band von Sex- und Drogensucht bestimmt war. Sein Lebensstil übertrug sich dabei auf eine ganze Generation und gilt heute als das Emblem seiner Ära. Der Blick des Films richtet sich allerdings weniger auf die Musik und ihre Auswirkungen, als auf die unmittelbaren Beziehungen Brian Jones‘. Seine sexuellen Abenteuer mit Ikonen wie Anita Pallenberg und sein angespanntes Verhältnis zum Bauherren seines Landhauses bezeichnen dabei die kompromisslosen Extreme, in die sich der Star begab. So wird der Bauherr Frank Thorogood rücksichtslos in Jones Psycho-Spielchen involviert. Angezogen von Jones Rockstar-Leben muss er immer wieder erkennen, dass er sich in diese Welt nicht richtig eingliedern kann. Dies führt schließlich zu einer Katastrophe, die Geschichte geschrieben hat…

Der Rausch von Brian Jones

Stoned erschafft durch seine Atmosphäre und die ausgefallenen Seventies-Kostüme ein unterhaltendes Seherlebnis. Der Film arbeitet mit Archivmaterial von Stones-Konzerten und versucht durch eine collagenhafte Montage den Rausch aus Brian Jones‘ Leben wiederzugeben. Besonders bei den Sexszenen wirkt dies ein wenig amateurhaft. Der Vibe des Films bleibt davon jedoch unangetastet – und der ist es, den man als Zuschauer und Zuschauerin mitnimmt.

Kategorien: Film & Serie