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Puerto Rico nach den Hurrikans – Einblick in die Arbeit der Suizidpräventions-Hotline

Ronas | 21. Januar 2018

Irma und Maria. Ausgesprochen klingen die Namen der beiden Hurrikans so harmlos, dabei sind sie für die größte Katastrophe der jüngeren Geschichte verantwortlich – zumindest aus der Perspektive vieler Karibikstaaten. Unheimlich schlimm haben die Stürme unter anderem auch Puerto Rico, ein Außengebiet der USA, getroffen. Der arme, teilautonome Inselstaat hatte nach den Stürmen nicht nur mit üblen Verwüstungen und Überschwemmungen zu kämpfen – auch der Strom fiel aus und das Wasser wurde knapp. Nach Monaten hat sich für viele Bewohner der tropischen Insel noch immer nichts geändert, wie die Puerto Rico Doku zeigt.

Hoffnung verloren

Doch neben den offensichtlichen Problemen hat die Bevölkerung Puerto Ricos mit einer weiteren Krise zu kämpfen, die man auf den ersten Blick vielleicht nicht bemerkt, deren Folgen aber ebenso schlimm sind: eine mentale Krise. Viele Menschen haben neben Heim und Vermögen auch ihre Hoffnung verloren. Einige dieser Menschen wenden sich mit ihren Sorgen an die einzige Suizidprävention-Hotline der Insel. New York Times hat die Mitarbeiter dieser Hotline besucht und viel über das Schicksal der Bewohner Puerto Ricos nach den Stürmen herausgefunden.

Puerto Rico Doku – Stille Lebensretter

„Materielle Dinge können zurückgewonnen werden, aber Du kannst nicht zurück und Dich wieder ins Leben holen.“

Um bei einer Suizidpräventions-Hotline zu arbeiten, muss man stark sein. Jeden Tag die gleichen Geschichten zu hören, macht es in diesem Fall nicht leichter. Besonders, da die Mitarbeiter ja auch unter den Folgen der Hurrikans zu leiden haben – viele von ihnen sind ebenfalls noch ohne Strom. Und dennoch schieben sie Überstunden, um die Hotline 24/7 am laufen halten zu können. Und nicht noch mehr Leben an den Sturm zu verlieren.

Eine tolle Kurz-Doku, die den Blick in einem Moment auf das Land wirft, indem es von den meisten schon wieder vergessen ist. Und einem bewusst macht, dass solche Naturkatastrophen die Länder für Jahre, wenn nicht gar für Jahrzehnte prägen.

Weiterführendes

Schlimme Stürme sind auch immer wieder Thema von Spielfilmen. Zum Beispiel auch in Take Shelter:

New York Times ist übrigens für viele tolle Dokumentationen verantwortlich. Auch für diese über Nordkorea – ebenfalls auf Mediasteak.

Bild: Screenshot, www.nytimes.com

Kategorien: Gesellschaft