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PanamaPapers – Im Schattenreich der Offshorefirmen

Anne | 05. April 2016

„Der Deutsche“ – so nennt man Jürgen Mossack im Finanzdistrikt von Panama City. Der Anwalt mit fränkischen Wurzeln und einem Alt-Nazi als Vater hat hier in Lateinamerika ein Schattenimperium aufgebaut. Wie die gerade veröffentlichten Enthüllungen der Panama Papers zeigen, hat Mossack seinen Klienten – darunter Fifa-Funktionäre, Mafia-Clans, Drogenbosse und Staatsoberhäupter korrupter Regime – jahrzehntelang bei der systematischen Geldwäsche und Steuerhinterziehung geholfen. Seine Kanzlei in Panama City hat für tausende Kunden geheime Briefkastenfirmen gegründet und organisiert, um Geld vor Fiskus und Rechtssprechung zu verstecken. Anfang 2015 bietet eine anonyme Quelle die geheimen Daten aus der Kanzlei „Mossack Fonseca“ der „Süddeutschen Zeitung“ an, welche sich des Themas annimmt und Teil der bislang größten grenzüberschreitenden Recherche überhaupt wird. Denn auf Grund des enormen Umfangs von 11,5 Millionen Dateien waren über 400 Journalisten aus 78 Ländern nötig, um alles auszuwerten. Dazu gehören in Deutschland auch Fernseh-, Hörfunk- und Onlinejournalisten der ARD-Anstalten, welche in der knapp einstündigen Dokumentation ‚PanamaPapers – Im Schattenreich der Offshorefirmen‚ die weltweit für Aufsehen sorgenden Machenschaften veröffentlichen.

Verfügbar bis: 04. April 2017