Oscars 2017, Moonlight, La La Land, Arrival
Liste

Die wichtigsten Filme bei den Oscars 2017

Mediasteak | 24. Januar 2017

Oscars 2017: Die Nominierungen für den wichtigsten Filmpreis sind raus. Das hier sind unsere Empfehlungen, die ihr auf dem Schirm haben solltet. Am 26. Februar entscheidet sich dann, wer die Gewinner sein werden.

 

1. Moonlight


Nominiert für: Bester Film, Beste Regie (Barry Jenkins), Beste Kamera, Bestes adaptiertes Drehbuch, Bester Schnitt, Beste Filmmusik, Bester Nebendarsteller: Mahershala Ali, Beste Nebendarstellerin, Noamie Harris

Unser absoluter Favorit im Oscar-Rennen ist der berührende Film Moonlight von Barry Jenkins.
Er zeigt in drei Kapiteln – von der Kindheit, über die Jugend bis zum Erwachsenen – das Leben des schwarzen Chiron aus einem Problemviertel in Miami.
Der poetische und zugleich hochpolitische Film hat mit insgesamt 8 Nominierungen gute Chancen, Geschichte zu schreiben. Denn bei Moonlight – von einem schwarzen Regisseur und schwarzen Drehbuchschreiber – stehen ausschließlich schwarze Schauspieler vor der Kamera. Der Film ist, um es mit Barry Jenkins Worten zu sagen: Black blackidy black black black. Und verdient jeden einzelnen Oscar, für den er nominiert ist!

Deutscher Kinostart: 9. März 2017

 

2. La La Land

Nominiert für: Beste Regie (Damien Chazelle), Bester Schnitt, Originaldrehbuch, Bester Song (2 Songs), Beste Filmmusik, Bestes Szenenbild, Bester Ton, Bester Tonschnitt, Beste Kamera, Bester Hauptdarsteller (Ryan Gossling), Beste Hauptdarstellerin (Emma Stone), Bestes Kostüm

Man muss kein Musical-Fan sein, um La La Land zu mögen. Emma Stone und Ryan Gosling spielen ein junges Paar in L.A. – sie will Schauspielerin werden, er ist Jazzpianist. Doch auf dem Weg zum Erfolg muss das Paar Entscheidungen treffen, die ihre junge Liebe gefährden könnten. Mit 11 Nominierungen ist La La Land auf Platz 1 der meisten Nominierungen. Etwas überbewertet finden wir das allerdings schon. Denn soooo herausragend ist der Film nun auch nicht.

 

3. Arrival

Nominiert für: Bester Regisseur: Denis Villeneuve, Bester Film, Beste Kamera, Bestes adaptiertes Drehbuch, Bester Schnitt, Bester Ton, Bester Tonschnitt, Bestes Szenenbild,

Was würde geschehen, wenn plötzlich Aliens auf der Erde landen und bei uns an die Tür klopfen? In Arrival geschieht genau das: Zwölf Raumschiffe landen in unterschiedlichen Teilen der Erde. Nur wie kommuniziert man mit den krakenähnlichen Insassen? Die US-Regierung stellt ein Team um die Linguistin Louise Banks (Amy Adams) und den Physiker Ian Donnelly (Jeremy Renner) zusammen, das herausfinden soll, weshalb die fremden Wesen auf der Erde gelandet sind. Gleich 8 Mal ist Denis Villeneuves Science-Fiction-Drama Arrival nominiert. Zurecht!

 

4. Manchester By The Sea

 

Nominiert für: Bester Regisseur: Kenneth Lonergan, Bestes Originaldrehbuch, Bester Film, Bester Hauptdarsteller: Casey Affleck, Beste Nebendarstellerin: Michelle Williams, Bester Nebendarsteller: Lucas Hedges

Der Film erzählt vom Handwerker Lee Chandler (Casey Affleck), der nach dem Tod seines Bruders Vormund von seinem 15-jährigem Neffen wird und in seine Heimatstadt Manchester by the Sea zurückkehrt. Ein Drama über Verlust und Trauer, doch kombiniert der Regisseur und Drehbuchautor Kenneth Lonergan auch Tragik mit Humor. Hervorragend ist Michelle Williams im Film, die Afflecks Ex-Frau spielt. Jetzt schon werden Manchester by the Sea und Casey Affleck in seiner Rolle, als Favoriten der diesjährigen Oscars gehandelt.

 

5. Florence Foster Jenkins

Nominiert für: Beste Hauptdarstellerin, Bestes Kostüm

Stephen Frears tragischkomische Biopic erzählt die wahre Geschichte der New Yorker Sängerin Florence Foster Jenkins, die als eine der schlechtesten Sängerinnen aller Zeiten in die Geschichte einging. Ihr schiefer Gesang sprach sich bald im ganzen Land herum und ihre seltenen Konzerte wurden zum schrägen Insider-Tipp. Meryl Streep verkörpert „die „schlechteste Opernsängerin der Welt“ so wunderbar, dass sie als beste Hauptdarstellerin nominiert ist.

 

6. Jackie

Nominiert für: Beste Hauptdarstellerin (Natalie Portman), Bestes Kostüm, Beste Filmmusik

In dem herzzerreißenden Drama Jacki verkörpert Natalie Portman eindrucksvoll die wohl berühmteste aller Präsidentengattinnen. Eine Woche nachdem ihr Ehemann John F. Kennedy am 22. November 1963 in Dallas erschossen wird, gibt Jacqueline „Jackie“ Kennedy dem Time Magazine ein Interview und erinnert sich neben der Tat vor allem an die Geschehnisse danach. Regisseur Pablo Larraín hat sich in seinem Biopic Jacki auf dieses Gespräch konzentriert. Dem chilenischen Regisseur ist ein intimes Porträt gelungen, das die schmerzhafte Trauer des Verlustes und die Vergänglichkeit der Macht beleuchtet.

 

7. Toni Erdmann

Nominiert für: Bester nicht-englischsprachiger Film

Der sympathische Musiklehrer Winfried beschließt, seine Tochter Ines unangekündigt bei der Arbeit in Bukarest zu besuchen. Während seines Aufenthaltes schlüpft er in sein Alter Ego Toni Erdmann und macht mit schiefen Zähnen und Langhaar-Perücke die peinliche Familienzusammenkunft perfekt. Wir freuen uns besonders über diese Nominierung!

 

8. Dr. Strange

Nominiert für: Beste visuelle Effekte

Der Superheld in der neusten Marvel-Verfilmung Doctor Strange sucht die Einsiedlerin und Verteidigerin der Welt in den Bergen des Himalayas auf. Der Film basiert auf dem gleichnamigen Charakter der Marvel Comics. Scott Derrickson übernahm die Regie des amerikanischen Superheldenfilms, welcher bereits die zweite filmische Umsetzung der Comicvorlage (nach einer Produktion von 1978) ist.

 

9. The Lobster

 

Nominiert für: Bestes Drehbuch

Single? In der Welt von The Lobster leider verboten. David (Colin Farrell) wurde von seiner Frau verlassen und hat 45 Tage Zeit, einen neuen Partner zu finden. Sonst verwandelt er sich in das titelgebende Krustentier. Gewohnt absurd, aber durchaus unterhaltsam, wie schon sein Film Dogtooth, ist Yorgos Lanthimos‘ Cannes-Wettbewerbsbeitrag The Lobster für „Bestes Drehbuch“ nominiert.

 

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