Zwischen Prüderie und Emanzipation: Die Trilogie 'Ku'damm 56' handelt vom Aufbruch der Jugend in den 1950er Jahren. 
Serie | ZDF 89 min

Ku’damm 56

Christine | 15. März 2018

Hemden in den Hosen. Glattgekämmte Haare. Sowie polierte Autos. Alles sitzt und glänzt. Anfangs sieht der erste Teil der Trilogie Ku’damm 56 nach bravem öffentlich-rechtlichen Fernsehen aus.

Im Zentrum der Trilogie stehen dabei drei Schwestern: Monika (Sonja Gerhardt), Helga (Maria Ehrich) und Eva (Emilia Schüle). Sie werden von ihrer strengen 50er-Jahre-Mutter aufs Frausein vorbereitet, ganz nach dem Familienmotto: „Es gibt nur einen Weg – nach oben.“ Vor allem bedeutet das, eine gute Partie zu machen. Um jeden Preis.

Ku’damm 56 – vom Aufbruch der Jugend der 50er

Dabei ähnelt Ku’damm 56 der vielgelobten RTL-Serie Deutschland 83 nicht nur vom Titel her – auch die Filmreihe ist politisch. Allerdings im Privaten. Auf einer Party wird Monika Opfer sexueller Gewalt. Und muss – weit entfernt von der ersten Emanzipationswelle in Deutschland –  alleine einen Weg finden, sich zu wehren.

Ihr folgend verlässt der Film mehr und mehr den braven Look, wird düsterer und radikaler. Bis sich am Ende von Teil 1 nur noch eine Frage stellt: Was sucht eigentlich das Messer in Monikas Handtasche?

Ein weiterer toller Film über Heranwachsende in Berlin könnt ihr hier auf Mediasteak schauen.

Bild: Stefan Erhard / ZDF

Verfügbar bis: 10. März 2019
Kategorien: Film & Serie