< In der vierteiligen Doku-Reihe "Krokodilstränen" zeigt uns VICE in schonungslosen Bildern die Auswirkungen des billigen Heroinersatzes Krokodil.

Krokodilstränen | VICE

Janine | 12. Januar 2014

Novokuznetsk – eine russische Großstadt, ganz in der Nähe der kasachischen Grenze. Eine Stadt geprägt von Drogenhandel und -missbrauch. Hier herrschen Armut, Kriminalität und Prostitution. Als „H“ den meist mittellosen Abhängigen zu kostspielig wurde, brauchte man schnell eine billigere, jedoch gleichermaßen potente Droge. So schufen die verlorenen Seelen einen neuen, größeren Dämon: „Krokodil“. In der vierteiligen Doku-Reihe „Krokodilstränen“ zeigt uns VICE in schonungslosen Bildern die Auswirkungen dieser Droge.

Die Herstellung von Krokodil kann im Internet nachgelesen werden, die Zutaten sind ganz legal in jeder Apotheke erhältlich. Der neue Heroinverschnitt richtet schnell und unbarmherzig Schaden an. Der Name leitet sich von der reptilienartigen Verfärbung der Haut der Konsumenten ab, und ist Spiegel des rasanten körperlichen Verfalls. Die Lebenserwartung der Abhängigen beträgt kaum mehr als ein Jahr. Doch ein Ausbruch aus der Sucht gelingt den wenigsten. Die, dies es versuchen, enden meist in den Armen einer der zwielichtigen Okkulte und Sekten, die nirgends in der russischen Föderation stärker vertreten sind, als in diesem südlichsten Ausläufer Sibiriens. Doch für sie öffnet sich hier nur das nächste Kapitel ihres endlosen Wegs durch Abhängigkeit und Leid.

Bild: Screenshot / VICE