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Freistatt – Drama nach einer wahren Geschichte

Stephanie | 18. August 2018

Während Studenten Ende der Sechziger Jahre gegen geltende Konventionen und die konservative Elterngeneration rebellieren, wird der 14-jährige Wolfgang vom Stiefvater nach Freistatt geschickt. Dabei handelt es sich um ein kirchliches Heim für „Schwererziehbare“. Doch von christlicher Nächstenliebe ist dort überhaupt nichts zu spüren. Stattdessen erwarten Wolfgang Hungerrationen, Schikane, militärischer Drill, körperliche Schwerstarbeit und nicht zuletzt rohe Gewalt.

Freiheit statt Freistatt

Doch der Junge hat einen unbändigen Freiheitsdrang. Nach einer Phase des Beweisens schafft er es, diesen Willen bei den anderen Jungen wieder zu beleben. Bloß ist die Loyalität eingeschränkt, wenn permanent Gewalt und Strafe drohen. Darum steht Wolfgang plötzlich wieder völlig allein im Leben.

Film überzeugt mit Originalschauplätzen

Zwar überzeugt die schauspielerische Leistung an einigen Stellen nicht vollends – die Charaktere wirken zeitweise etwas zugespitzt. Doch die Geschichte um das grauenvolle Heim zieht den Zuschauer sofort in ihren Bann. Vor allem, weil die Geschichte auf einer wahren Begebenheit beruht und an Originalschauplätzen gedreht wurde. Ein schockierender und mitreißender Film über eine überaus starke Persönlichkeit und ihr ergreifendes Schicksal.

 

Foto: © SWR/Boris Laewen

Verfügbar bis: 15. September 2018
Kategorien: Film & Serie