Doku | MDR 26 min

Milliardenindustrie Flüchtlingshilfe

Anne | 04. März 2016

Überall in Deutschland werden derzeit Unterkünfte, Möbel, Sicherheitspersonal und Caterer gebraucht, um die täglich ankommenden Asylsuchenden zu versorgen. Da es an allen Ecken & Enden mangelt und Deutschland nicht vorbereitet war auf diese Entwicklung, schlagen gewiefte Geschäftsleute nun Profit. Investoren kaufen marode Jugendheime und Pensionen auf, um Geflüchtete für sehr viel Geld unterzubringen. Firmen, die Sanitär-Container vermieten, haben die Preise innerhalb des letzten Jahres verzehnfacht und auf Catering spezialisierte Unternehmen liefern schlechtes Essen für viel Geld an die Unterkünfte.

Flüchtlingshilfe wird zur Ausbeute

Preisbeschränkungen oder Gesetze, die eine solche Ausbeutung der Krise regeln, gibt es kaum. Im Gegenteil: Bund und Kommunen sind so überfordert, dass ihnen jedes Mittel recht ist. So werden beispielsweise täglich Asylsuchende von Leipzig nach Chemnitz mit dem Taxi gefahren – Preis 300 €. Eine  Fahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erklären, erscheint zu umständlich und ein Taxi zu rufen, stellt die schnellste Lösung des Problems dar. Den Preis für solche Verschwendungen zahlen die Steuerzahler – und einige von ihnen geben dafür den Geflüchteten die Schuld. Dass das natürlich nicht der Fall ist und in welchem Ausmaß manche Unternehmer von der Krise profitieren, zeigt Exakt-Die Story in  „Milliardenindustrie Flüchtlingshilfe“ auf MDR.

 

Foto: © MDR/Mia Media

Verfügbar bis: 27. Februar 2017
Kategorien: Gesellschaft, Wirtschaft