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Fake America Great Again

ARTE Magazin | 11. Oktober 2018

Politik Fake News und Microtargeting ebneten Donald Trump den Weg ins Weiße Haus. Nun setzen Populisten in Europa auf die gleiche Methode. Der Rechtsstaat sucht Antworten.

Fake America Great Again

Der Skandal um die Rolle von Cambridge Analytica bei der US-Wahl 2016 hat die Gesellschaft wachgerüttelt. Dass die Tricks der obskuren Datenfirma und ihrer Hinterleute einem unberechenbaren Demagogen halfen, Präsident der Vereinigten Staaten zu werden – geschenkt. Weitaus mehr beunruhigt Politiker, Wissenschaftler und Juristen die Blaupause: „Bereits in 48 Ländern sollten Wahlen durch verdeckte Beeinflussung in sozialen Medien gestört werden“, sagt Samantha Bradshaw vom Oxford Internet Institute (OII). Zwischen 2010 und 2017 haben politische Akteure laut einer OII-Studie mehr als eine halbe Milliarde Dollar für Microtargeting, Profiling und Social Bots ausgegeben, etwa um Fake News zu streuen – Tendenz stark steigend. „Vor allem radikale Parteien wollen so ihre Macht ausbauen und Gegenmeinungen unterdrücken“, so Bradshaw.

Lest im ARTE Magazin mehr über die Cambridge Analyticas Methode.

Außerdem gut zu erkennen sind die Dimensionen im Dokumentarfilm Fake America Great Again. Darin zeigt ARTE erstmals, welche unheilige Allianz den Wahlsieg von Donald Trump ermöglichte – und wie sie vorging. Auch ein Blick ins Innenleben der Kampagne offenbart: Der Kampf politischer Influencer um Wählerinnen und Wähler im Internet ist technisch aufwendig und kostet ein Vermögen.

 

Bildrechte: © Getty Images
Verfügbar bis: 06. Januar 2019
Kategorien: Politik