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Die Skandalbank – Dokumentation über die Finanzkrise

ARTE Magazin | 19. September 2018

Am letzten Juli-Wochenende 2007 hängt Josef ­Ackermann in einer Telefonkonferenz. Es geht um die Skandalbank IKB aus Düsseldorf, die sich mit Derivaten vom US-Immobilienmarkt verspekuliert hat. Der damalige Boss der Deutschen Bank weiß, was zu tun ist. Denn er selbst hatte die Bankenaufsicht vor der Schieflage der IKB gewarnt, nachdem sein Haus den Düsseldorfern die Kreditlinie gekappt hatte. Bevor die Börse am Montag öffnet, muss die Staatsbank KfW für die Verluste der privaten IKB geradestehen. Andernfalls droht ein Desaster.

So oder ähnlich sollte es in den fol­genden Jahren oft laufen. ­Ackermanns Telefonkonferenz markiert den Moment, als die Finanzkrise in Deutschland ankam – ein prägendes Ereignis. Bis heute ist die Krise nicht bewältigt, wie der Dokumentarfilm „Die Skandalbank“ über die britische HSBC zeigt. Denn selbst die vergleichsweise robuste deutsche Wirtschaft hat den Wachstumstrend der Vorkrisenjahre nicht wieder erreicht.

Die Skandalbank: Der Weg in die globale Krise

Was mit obskuren Wetten auf steigende Immobilienpreise in den USA begann, entpuppte sich bald als gewaltige, globale Spekulationsblase. Reihenweise hatten sich die Banken verzockt. Der dauerhafte Schaden ist mit mehreren Billionen Euro zu beziffern. Die Verluste privater Kapitalgeber ließen sich nur mit Geldzusagen vom Staat eindämmen. Regierungen und Zentralbanken handelten besonders nach der Pleite der US-Investmentbank Lehman Brothers im September 2008 von der Angst getrieben, das gesamte Geldwesen könnte kollabieren.

Den ganzen Artikel zur Doku könnt ihr im Arte Magazin lesen.

Außerdem findet ihr eine andere beeindruckende Doku über die Finanzwelt hier auf Mediasteak.

 

Bild: © Magneto Presse, Die Skandalbank

Verfügbar bis: 16. November 2018
Kategorien: Wirtschaft