Die Doku 'Marley' beeindruckt mit Konzert- und Studiomitschnitten und großartigem Archivmaterial, welches die Legende seit seiner Jugendzeit dokumentiert. Eine der spannendsten Musik-Dokumentationen
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Die besten Musik Dokus – von Amy Winehouse, Kurt Cobain bis Marley

Mediasteak | 01. Juni 2017
Diese Musik Dokus stellen die Crème de la Crème der Musikszene, ihre Auftritte und wilden Parties. Außerdem erhalten wir in den Musik Dokus Einblicke in das Leben großer Musiker.  Dabei meinen wir nicht nur diejenigen, die durch einen frühen Drogentod traurige Berühmtheit erlangten und für immer im „Club 27“ sind. Beispielsweise Jimi Hendrix, Kurt Cobain oder Amy Winehouse. Auch Bobby Liebling von Pentagram oder der Bueno Vista Social Club führten ein bewegtes Leben.

Musik Dokus  zeigen die Faszination um die Musiker

Diese oft glorifizierten Geschichten machen einen Teil der Faszination für Musik Dokus aus, doch nicht nur sie. Vor allem wirken die schier unbegrenzte Kreativität, das Talent und das Charisma der Rockstars und Poplegenden so anziehend auf uns. Auf jeden Fall entstanden über die letzten Jahrzehnte großartige Dokumentationen über die größten Musiker unserer Zeit. Deshalb haben wir hier unsere Top 10 der bestenMusik Dokus  zusammengetragen – welche sind eure?

Amy


Vor fast fünf Jahren reihte sich eine weitere Musiklegende in die tragische Liste des Club 27 ein – die Soulsängerin Amy Winehouse. In dem wunderbaren und sehr berührenden Porträt „Amy“ erfahren wir die Geschichte der Sängerin von Anfang an: Von ihrer Kindheit in der jüdischen Gemeinde Londons über den steilen Aufstieg in der Musikbranche, ihrer großen Liebe Blake, dem Welterfolg mit ihrem Album „Back to Black“, bis zum langsamen Zerfall durch Drogen und Alkohol.

Die Kino-Dokumention lässt engste Vertraute und Freunde aus der Kindheit und Jugendzeit von Amy Winehouse zu Wort kommen – und zeigt sehr einfühlsam den seelischen Zerfall dieser außergewöhnlichen jungen Frau. Vor allem der konstante Druck von Seiten ihres Vaters wird beleuchtet. Dieser Druck war es, dem Amy am Ende nicht mehr Stand gehalten hat.

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Marley


Als Kind wurde Bob Marley von der schwarzen Gemeinschaft in seinem Dorf auf Jamaika abgelehnt, sie nannten ihn den „deutschen Jungen“ und schikanierten ihn.Die gleiche Ablehnung erfuhr er von seinem Vater, einem englischen Offizier, der seine Mutter schwängerte und dann zu seiner weißen Familie an einem anderen Ort auf Jamaika zurückkehrte. Diese frühen Erfahrungen prägten Bob Marley sein Leben lang und ließen ihn voll und ganz in seiner Musik, seinen politischen Überzeugungen und seinem Kampf für Frieden und Gleichheit aller Menschen aufgehen.In der religiösen Bewegung der Rastafaris fand der Musiker außerdem seine spirituelle Erfüllung und schaffte es nicht nur, Menschen in seiner nahen Umgebung mitzureißen, sondern auf der ganzen Welt.

Der Dokumentarfilm „Marley“ beeindruckt mit umfangreichen Konzert- und Studiomitschnitten, mit extrem interessanten Interviewpartnern und großartigem Archivmaterial, das Bob Marley schon in seiner Jugendzeit dokumentiert.Mitreißend anzuschauen sind auch die präzise inszenierten Bildeinstellungen von Kameramann Alwin H. Kuchler – beim Eintauchen in die jamaikanische Natur oder bei seinen Interview Set-Ups.

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Jimi Hendrix – Hear My Train A Comin

Mit voller Hingabe spielte Jimi Hendrix auf seiner Gitarre, fasste sie fast schon sexuell an und zog mit seiner unglaublichen Show jeden in seinen Bann. Doch auch als der Musiker schon längst weltweiten Ruhm feierte, war er immer noch der süße, schüchterne, lustige Junge mit den richtigen Charakterzügen. Er brauchte nicht viel, um glücklich zu sein, nur seine Gitarre und ein Studio.Jimi Hendrix blieb hungrig, wollte immer mehr aus sich und seinem Blues herausholen. Als er auf dem Woodstock-Festival seine legendäre Performance der schmerzverzerrten amerikanischen Hymne hinlegte, spiegelte der Musiker die Gefühle seiner Generation der Sechziger- und Siebzigerjahre wider, in der Menschenrechtsbewegungen gegen Rassismus in Amerika, gegen den Vietnamkrieg und für ein freieres Leben auf die Straße gingen – er schuf den Soundtrack eines traumatisierten Landes.

Regisseur Bob Smeaton gelingt mit „Hear My Train A Comin“ ein unglaubliches nahes Porträt. Bislang unbekanntes Bildmaterial, unter anderem von Hendrix und seinem Drummer selbst gedreht, sowie intime Interviews mit Hendrix‘ Familie, engen Freunden und Bandmitgliedern geben Einblicke in das Leben der früh verstorbenen Legende.

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Patti Smith – Dream of Life

In ärmlichen Verhältnissen groß geworden, flieht Patti Smith aus der Enge der Kleinstadt, nachdem sie ungewollt schwanger wird. Ihr Kind gibt sie zur Adoption frei und zieht nach New York, wo sie den Fotografen Robert Mapplethorpe kennen- und lieben lernt.Er ist überzeugt von Pattis Talent für Poesie und Musik – so beginnt die junge Rebellin mit dem Schreiben und lernt schnell die richtigen Leute wie William S. Burroughs und Jimi Hendrix kennen. In „Dream of Life“ erzählt die Godmother of Punk von ihrer bewegten Geschichte, von Rückschlägen, Auszeiten, verlorenen Menschen und ihrer Kreativität quer durch die Künste. Neben einem intensiven Porträt der niemals angepassten Patti bietet die Doku auch eine Reise zurück ins New York der Achtzigerjahre.

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Last Days Here

Seine Arme sind mit Verbänden eingewickelt, sein Blick ist angespannt, überall auf seiner Haut sind Einstichlöcher und Abszesse. 39 Jahre Heroinsucht, 22 Jahre Crack und andere harten Drogen zersetzen Bobby Liebling zusehend. Der ehemalige Frontsänger der US-amerikanischen Heavy-Metal-Band Pentagram ist ganz unten angekommen, vegetiert im Keller seiner Eltern und konsumiert exzessiv alles, was er bekommen kann. Als er die Chance auf ein Comeback bekommt, nimmt er alle Kraft zusammen und versucht, seine Energie wieder in die richtigen Bahnen zu lenken.Mit Hilfe seiner Freundin und seines Managers, die ihm im Kampf gegen die Sucht beistehen, versucht er, seine Dämonen zu besiegen und wieder Musik zu machen. Dabei begleiten ihn über drei Jahre lang die Dokumentarfilmer Don Argott und Demian Fenton, die anschließend in „Last Days Here“ ein sehr berührendes Porträt über Bobby Liebling zusammengeschnitten haben.

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20.000 Days on Earth


Genau diesen schimmernden Raum zwischen Phantasie und Realität sehen wir in der wundervollen Doku-Fiktion „20.000 Days on Earth“ über den Sänger und Künstler Nick Cave.Es ist der 20.000 Tag auf Erden des Australiers, der heute im englischen Brighton lebt, und wir hören seinen Gedanken zu, die wie Poesie über den oft mystischen Bildern liegen. Erinnerungen aus Caves Vergangenheit blitzen auf und werden wie in einer Therapiestunde angesprochen, so wie seine einstige Heroinsucht.Oder wichtige Menschen aus seiner Karriere sitzen mit ihm im Auto, wie Kylie Minogue, mit der er gemeinsam den Riesenerfolg „Where the Wild Roses Grow“ sang. Der Film gipfelt in einem atemberaubenden Konzert mit Kinderchor und Streichorchester, in dem man sieht, wie sehr Cave für seine Musik und Auftritte lebt.

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Buena Vista Social Club


Wim Wenders setzt in seinem vielfach ausgezeichneten Dokumentarfilm „Buena Vista Social Club“ dem legendären gleichnamigen Musik-Projekt ein Denkmal. Über mehrere Monate begleitete Wenders die Musiker, darunter einige der größten Soneros der Dreißiger-, Vierzieger- und Fünfzigerjahre, filmte sie mit ihren Freunden und Familien auf Kuba und während der einzigen internationalen Konzerte, die der „Buena Vista Social Club“ jemals in seiner Gesamtformation gegeben hat.Wir tauchen ein in das Lebensgefühl und die Leidenschaft Kubas, in zigarrenvernebelte Bars und von Rum gefüllte Tänze – und vor allem in ganz, ganz viel kubanische Son-Musik.

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Lemmy

Erst im vergangenen Jahr 2016 starb Motörhead-Frontmann und Rockmusik-Legende Lemmy Kilmister im Alter von 70 Jahren an einem nur wenige Tage zuvor diagnostiziertem Krebs.Die Rockumentary „Lemmy“ (2010) schneidet Archivmaterial aus aller Welt mit aktuellen Aufnahmen des Musiker und Interviews vieler berühmter Wegbegleiter wie Ozzy Osbourne, Lars Ulrich und Alice Cooper zusammen. So entsteht ein umfassendes Porträt eines der einflussreichsten Musiker der Rock- und Heavy Metal Geschichte, die seinem Bad-Boy-Ruf immer gerecht wurde.Er machte vor keiner Whiskey-Flasche und keiner Droge Halt und nach eigenen Angaben schlief er mit mehr als 1000 Frauen.

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Beware of Mr. Baker


Ein Film über das bewegte Leben von Ginger Baker, der von vielen Musikern als der beste Schlagzeuger der Erde bezeichnet wird. Mister He-is-what-drums-are-all-about Baker trommelte aber nicht nur wild auf die Drums ein, sondern verwickelte seine Fäuste auch in so manch andere Konflikte. Eine schnelle und sehr unterhaltsame Musik-Dokumentation über ein abwechslungsreiches Leben.

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Cobain: Montage of a Heck


Der Beginn einer außergewöhnlichen Karriere. Eine der tragischsten Musik-Dokumentationen:  „Cobain: Montage of a Heck“ zeigt mit einem Mix aus Animation und nie gesehenen Archivmaterial ein intimes Porträt der Musiker-Ikone Kurt Cobain.Nicht nur für Nirvana-Fans ist dieser Film ein absolutes Muss, denn nicht die Band steht im Vordergrund, sondern vielmehr die Geschichte eines talentierten Musikers, der viel zu früh von dieser Welt gegangen ist. Fesselnd bis zur letzten Minute ist dieser Film ein brillantes Kunstwerk!

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Ihr wollt noch mehr Musik Dokus? Dann schaut euch unsere Liste über Musik Mockumentary’s an!

 Foto: Marley – eine der spannendsten Musik Dokus

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