Christian Hoffmann (Sebastian Urzendowsky) in Der Turm
Drama | ARD 87 min

Der Turm – nach dem Roman von Uwe Tellkamp

Laura | 28. Oktober 2018

Dresden, 1982 – Familie Hoffmann lebt in einem gutbürgerlichen Villenviertel oberhalb der Stadt. Vater Richard Hoffmann (Jan Josef Liefers) ist ein erfolgreicher Chirurg und hofft, bald die Klinikleitung zu übernehmen. Doch die Affäre mit seiner Sekretärin Josta Fischer (Nadja Uhl), aus der auch eine Tochter entstand, wird ihm zum Verhängnis. Die ARD-Verfilmung von Uwe Tellkamps DDR-Roman Der Turm: Geschichte aus einem versunkenen Land handelt von den persönlichen Konflikten einer Akademiker-Familie in der Spätphase der DDR.

Zwischen Anpassung und Aufbegehren

Der älteste Sohn der Familie, Christian (Sebastian Urzendowsky), ist ehrgeizig und möchte in die Fußstapfen seines Vaters Richard treten. Doch um Mediziner zu werden, muss er den Wehrdienst in der Nationalen Volksarmee (NVA) ableisten. Während seiner Zeit bei der Armee bekommt er schnell die Härte des Systems zu spüren und beginnt allmählich, sich aufzubegehren. Auch sein Onkel Meno Rohde, der als Lektor arbeitet, ist hin- und hergerissen: Er muss sich an die Vorgaben der DDR-Kulturbürokratie halten, obwohl er den Schriftstellern sehr nahe steht, deren Existent von der Zensur bedroht wird.

Doch Deutschland befindet sich im Umbruch und die immer fortschreitenden Veränderungen übertragen sich mehr und mehr auf die Protagonisten im Film – man schließt sich Oppositionsbewegungen an, rebelliert. Bis auf Richard – sein Leben scheint mit dem Untergang der DDR völlig aus den Fugen zu geraten…

Das preisgekrönte Buch „Der Turm“

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Bild: MDR/teamWorx/Nik Konietzny
Verfügbar bis: 26. November 2018
Kategorien: Film & Serie