< In der fiktiven Dokumentation 'Café Nagler' begibt sich die junge israelische Regisseurin Mor auf Spurensuche ihrer Familiengeschichte.

Café Nagler | arte

Laura | 09. Januar 2017

In der fiktiven Dokumentation Café Nagler begibt sich die israelische Regisseurin Mor Kaplansky auf Spurensuche ihrer Familiengeschichte. In den Goldenen Zwanzigern gab es am Moritzplatz einen der angesagtesten Orte Berlins: das Café Nagler. Hier trafen sich von Einstein bis Kafka alle Künstler und Intellektuelle, die Rang und Namen hatten. So erzählt es jedenfalls Mors 88-jährige Großmutter. 

Café Nagler: Ein Mythos wird lebendig

Um herauszufinden, was es mit dem legendären Café ihrer Familie auf sich hat, reist die Filmemacherin nach Berlin. In der Stadt angekommen, erfährt sie bald, dass weder das Gebäude noch steht, noch existieren Erinnerungen der Berliner an das Kaffeehaus. Da Mor ihre Großmutter nicht enttäuschen will, erfindet sie die Geschichte des Cafés einfach neu…

Deutsch-israelische Geschichte einer Familie

Vergessene Orte, verschwommene Erinnerungen, die Sehnsucht nach einer anderen Wahrheit und die Liebe zwischen Großmutter und Enkelin – der Film ist ein bewegendes Familienporträt, das uns das Berlin der Goldenen Zwanziger nahebringt.

Der Film und seine Protagonisten sind so wunderbar und lustig, dass man sich wünschte, er höre nie auf. Als wir Café Nagler letztes Jahr auf der Berlinale sahen, wurde auf keiner Filmvorführung, die wir besuchten, so viel gelacht, gekreischt und applaudiert.

Bild: MDR / © Go2Films

Verfügbar bis: 16. Januar 2017
Kategorien: Gesellschaft, Kultur