88 min

Bornholmer Straße | ARD

Anne | 09. November 2017

„Ick hab heute Nacht die Mauer uffjemacht.“, erklärt Harald Schäfer seiner Frau auf die Frage, warum er erst so spät nach Hause kommt. Ungläubig schaut sie ihn an: „Darüber macht man keine Witze!“. Ende des Films. In den vorangegangen, herrlichen 90 Minuten der Komödie Bornholmer Straße können wir sehen, welche Szenen sich in der Nacht abgespielt haben.  Welche Gewissenskonflikte der diensthabende Oberleutnant Schäfer (Charly Hübner) bewältigen musste. Und wie sich sein Magen-Darm im wahrsten Sinne des Wortes umgedreht hat.

Nach Schabowskis Pressekonferenz kommen Menschen zur Bornholmer Straße

Schäfer ist Leiter des Grenzüberganges Bornholmer Straße, es ist der Abend des 9. November 1989. Gemeinsam mit den Kollegen sieht er im Fernsehen Schabowskis Pressekonferenz – und ihm schwant nichts Gutes. Sofort ruft er seinen Vorgesetzten aus dem Ministerium an, doch der hat auch keine Ahnung.

Als immer mehr Menschen an den Grenzübergang strömen, wissen die Grenzbeamten nicht mehr ein noch aus. Wunderbar sympathisch gespielt von Charly Hübner nimmt das „Drama“ seinen Lauf und wir können mit Lachtränen in den Augen und Gänsehaut „Die Unglaubliche, aber wahre Geschichte von OL Schäfer“ in dieser historischen Nacht verfolgen.

 

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Bild: Bornholmer Straße, Spielfilm

Verfügbar bis: 16. November 2017
Kategorien: Film & Serie, Politik, Urban