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Angela Merkel: Die Unerwartete | ARD

Anne | 26. Mai 2017

Angela Merkel navigierte Deutschland sicher durch die 2007 in den USA ausgelöste Finanz- und Bankenkrise. Dafür wurde sie nicht nur hier als Beschützerin a.k.a. „Mutti“ wertgeschätzt. Auch international erntete ihr unaufgeregter Politikstil hohes Ansehen. Auf Angela Merkel und ihre politische Linie konnte man sich verlassen. Und so wurde „Sie kennen mich“ zu ihrem Wahlkampfspruch 2013. Doch im September 2015 überraschte die Kanzlerin, und die Stimmung einiger Deutscher ihr gegenüber kippte. Mit ihrem „Wir schaffen das“ und der Öffnung der Grenzen für gestrandete Flüchtlinge empörte sie viele Deutsche.

Angela Merkel – die pragmatische Realistin

Seither polarisiert sie das Volk. „Merkel muss weg“-Rufe, Pegida-Demos und eine immer stärker werdende AfD.  Auf der anderen Seite sehen viele Fürsprecher – und vor allem die Geflüchteten selber – in ihr die barmherzige „Flüchtlingskanzlerin“. Doch hat sie mit „Wir schaffen das“ ihre Macht aufs Spiel gesetzt?

Politische Karriere der Bundeskanzlerin

Der Film „Angela Merkel: Die Unerwartete“ von Matthias Schmidt und Torsten Körner hilft zu verstehen, warum Merkel in der Flüchtlingskrise so agierte. Anhand ihres eigenen oft steinigen, politischen Weges von „Kohls Mädchen“ zur mächtigsten Frau Europas können wir ihren Charakter und Pragmatismus nachvollziehen. Durch die enorme Fülle an hochkarätigen Gesprächspartnern erhalten wir viele Blickwinkel auf Merkel und hören spannende Geschichten aus ihrer Vergangenheit. Besonders ist auch, dass die Bundeskanzlerin persönlich für ein exklusives Interview bereit war.

Bild: MDR / © MDR/Broadview TV/Jörg Junge

Verfügbar bis: 31. Mai 2017