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20 Feet from Stardom – Der Ruhm zum Greifen nah

Aimée | 18. April 2017

Die mitreißende Musikdoku 20 Feet from Stardom stellt die Backgroundsängerinnen von weltberühmten Künstlern in das Rampenlicht. Die Namen der Sängerinnen, die im Film vorkommen, kennen wohl die wenigsten – ihre Stimmen jedoch kennt jeder. Lisa Fischer, Merry Clayton, Darlene Love oder Judith Hill sangen im Background von den Rolling Stones, Sting oder Stevie Wonder. Merry Clayton zum Beispiel sang in Gimme Shelter von den Stones die berühmte Textzeile „rape, murder, it’s just a shot away”. Und Judith Hill wurde als eine der Sängerinnen für Michael Jacksons geplante Comeback-Tour This Is It ausgewählt.

20 Feet from Stardom: Eine Liebeserklärung an die Backgroundsängerinnen

Viele weltberühmte Stars wie Mick Jagger oder Sting zollen in der Doku ihren Kolleginnen Respekt. Von Bruce Springsteen stammt sogar der Titel des Films: 20 Feet from Stardom – das sind die sechs Meter hinter dem Platz, an dem der Star steht. ”Es ist ein ganz schön weiter Weg“, sagt Springsteen im Interview. Die Frage, die man sich andauernd im Film stellt: Wie kommt es, dass so viele Backgroundsängerinnen nie den Schritt zur Solokarriere schaffen? Obwohl sie doch so wundervoll singen können und solch beeindruckende Persönlichkeiten haben?

An der eigenen Solokarriere scheitern

Mit Archivmaterial erzählt der Regisseur ihre Geschichte und lässt die Sängerinnen in Interviews selbst zu Wort kommen. Sie reden über Erfolge, über besondere Momente und auch über das Scheitern an der eigenen Solokarriere.

Filmemacher Morgan Neville rückt mit seiner Doku die Sängerinnen in das wohlverdiente Rampenlicht. 20 Feet from Stardom ist eine Liebeserklärung an die Backgroundsängerinnen der Popmusik! Zur Krönung wurde die Musikdokumentation 2014 in der Kategorie Bester Dokumentarfilm mit dem Oscar ausgezeichnet.

Bild: SWR/2013 PROJECT B.S. LLC

Verfügbar bis: 27. April 2017
Kategorien: Kino, Kultur